Das ist der "Strati" auf der Detroit Motor Show.
Das ist der "Strati" auf der Detroit Motor Show.
 

Nicht schnell, nicht schön und nicht billig, aber dafür AUS DEM 3D-DRUCKER

…das ist Local Motors „Strati“, live ausgedruckt auf der Detroit Motor Show 2015.

15.01.2015 Online Redaktion

Auf der Detroit Motor Show wurden bisher nicht nur viele neue Autos gezeigt – eines wurde auch live gedruckt. Der „Strati“, so der Name des gedrucken Autos, wurde bereits im vergangenen Jahr vorgestellt, und jetzt in Detroit vor Ort produziert.

Der Strati ist ein Twizy-Frankensteins Monster

Der amerikanische Autohersteller Local Motors benötigt derzeit 44 Stunden, um die 212 Schichten ihres „Strati“, so der Name des gedrucken Autos, vor Ort in Detroit zu produzieren. In Zukunft soll die Produktionszeit aber deutlich gesenkt werden – von einem Tag oder gar nur 12 Stunden ist die Rede. Die mechanischen Komponenten, Motor und Elektronik (aus dem Mini-Elektrofahrzeug Twizy) werden selbstverständlich nicht gedruckt, sondern nach dem Fräsen der gedruckten Karosserie gesondert eingebaut werden.

Zwei neue Fabriken noch für 2015 geplant

Glaubt man Local Motors, können all diese Arbeitsschritte auf einem kleinen Raum ausgeführt werden. Daher genügt es dem Unternehmen, so genannte „Mikrofabriken“ für die Produktion des „Strati“ zu erreichten: Jeweils eine davon soll noch 2015 in Knoxville, Tennessee, und in National Harbor, Washington in Bau gehen. Schon kurz danach soll es den „Strati“ dann tatsächlich zu kaufen geben.

Nicht schnell, nicht schön und nicht billig

Was aber kann der gedruckte Zweisitzer? Nicht umwerfend viel, möchte man meinen, aber hey, das Ding kommt aus einem Drucker. Der „Strati“ wiegt nur ca. 800 Kilo und soll laut Website des Herstellers bis bis zu 80 Kilometer durch die Gegend flitzen, und das ca. 100 Kilometer lang. In dreieinhalb Stunden ist der ausgepowerte „Strati“ dann wieder vollständig aufgeladen. Das ist jetzt nicht unbedingt eine beeindruckende Performance – wer glaubt, der gedruckte, langsame Zweisitzer mit der kurzen Entwicklungs- und Produktionszeit wäre dafür enorm billig, irrt sich aber. Der „Strati“ wird zwischen 18.000 und 30.000 Dollar kosten, also zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Für dieses Geld hat man dann auch schon im Bereich der Elektroautos die Qual der Wahl – ein bisschen, zumindest.

Der Telegraph hat bei der NAIAS 2015 einen genaueren Blick auf das „Nachbarschafts-Auto“ der Zukunft geworfen:

Mehr zum Thema
pixel