Der ANTVR-Controller ist vielfältig einsetzbar - zum Beispiel als Gamepad, Joystick oder Pistole.
 

Neue Open Source-VR Brille ANTVR

Die Virtual Reality-Projekte Oculus Rift von Oculus bzw. Facebook und Sonys Project Morpheus bekommen Konkurrenz von einem kleinen Start Up- Unternehmen aus China.

17.05.2014 Online Redaktion

Die Virtual Reality-Projekte Oculus Rift von Oculus bzw. Facebook und Sonys Project Morpheus bekommen Konkurrenz von einem kleinen Start Up- Unternehmen aus China. Auf Kickstarter wird zur Zeit ein Open Source Virtual Reality Kit realisiert, das plattformunabhängig mit PC, PlayStation, Xbox, Blu-ray-Player und Android-Geräten kompatibel sein soll. Im Set enthalten ist außer dem angeblich „besten VR-Headset“ auch ein transformierbarer Controller, der zwar ein bisschen trashig aussieht, aber als Joypad, VR-Pistole, Joypad oder auch als Lichtschwert einsetzbar ist.

Der ANTVR-Controller ist vielfältig einsetzbar - zum Beispiel als Gamepad, Joystick oder Pistole.

Der ANTVR-Controller ist vielfältig einsetzbar – zum Beispiel als Gamepad, Joystick oder Pistole.

Spezielle Linse gegen Darstellungsprobleme

Im Headset soll eine spezielle Linse dafür sorgen, dass alle Formate problemlos in 4:3 dargestellt werden können. Mit dem integrierten ONE-Step Positional Tracking sollen sich die Bewegungen der Spielfiguren mit einem Schritt steuern lassen: Macht man einen Schritt nach vorne / zur Seite / zurück, bewegt sich der Charakter so lange in diese Richtung, bis man ihm einen anderen Befehl erteilt. Springt man oder duckt man sich, soll die Spielfigur das selbe tun.

Ein Schritt nach links schickt die Spielfigur auf eine endlose Reise in diese Richtung.

Ein Schritt nach links schickt die Spielfigur auf eine endlose Reise in diese Richtung.

Brille für Brillenträger

Wem bei so viel Virtual Reality schwindlig wird, kann jederzeit eine kleine Klappe im Headset öffnen und einen kurzen die Orientierung wieder herstellenden Blick auf die echte Welt werfen, ohne die Brille abnehmen zu müssen. Apropos Brille – es wird auch gesondert betont, dass das Headset auch mit „normaler“ optischer Brille darunter problemlos zu tragen ist – wer 3D-Brillen etc. normalerweise mühevoll über seine Sehhilfe stapeln muss, wird verstehen, warum diese Ankündigung besonders erfreulich ist.

Auch kabellos für verringerte Verhedderungsgefahr

Das ANTVR-Kit gibt es in einer Standard- sowie einer kabellosen Version. Letztere funktioniert dank der „neuesten WHDI-Technologie“ mit einer Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde und kostet Kickstarter-Supporter 200 Dollar mehr als die verkabelte Version. Für motorisch nicht überdurchschnittlich Begabte eine Option, die die Wahrscheinlichkeit, sich beim Ausprobieren selbst zu strangulieren oder zumindest recht weh zu tun, um einiges reduziert.

Kickstarter-Kampagne läuft bis 23. Juni

Alles in Allem sieht das ANTVR-Kit schon recht vielversprechend aus. Die Entwickler outen sich als Science Fiction Fans und verabschieden sich mit Vulkanier-Gruß. Das hat zwar nicht mit der Qualität den Produktes zu tun, macht aber den Eindruck, als würde hier neben dem Geld der Crowd auch reichlich Herzblut investiert. Ob das reicht, um mit Facebook und Sony konkurrieren zu können, sei dahingestellt. Wer zuversichtlich ist und mitmachen will, kann dies über Kickstarter tun. Für 300 Dollar erhält man ein komplettes Beta-Kit. 3 Prototypen, deren Einsatz man im Kickstarter-Video sehen kann, gibt es schon. Über die Kampagne wurden bereits über 100.000 Dollar lukriert, die Entwickler hoffen, ein Startkapital von 200.000 generieren zu können, um die Produktion im großen Stil anfahren zu können. Die Kampagne läuft noch bis 23. Juni, im August soll mit der Massenproduktion von ANTVR begonnen werden. Die ersten Kits sollen dann im September diesen Jahres an die Kunden gehen. Und so sollen sie ausschauen:

Wem das alles noch zu gewagt ist, aber es nicht erwarten kann, endlich eine VR-Brille zu besitzen, kann sich übrigens immer noch selber eine basteln.

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