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Nokia-Chef Stephen Elop wird zukünftig die Gerätesparte bei Microsoft führen.
 

Microsoft geht unter die Smartphone-Hersteller

Der Software-Konzern Microsoft hat am Freitag die mehr als 5,4 Milliarden Euro schwere Übernahme von Nokias Handygeschäft abgeschlossen.

25.04.2014 APA

Microsoft hat am Freitag die mehr als 5,4 Milliarden Euro schwere Übernahme von Nokias Handygeschäft abgeschlossen. „Die Fähigkeiten im mobilen Bereich, die Nokia einbringt, werden unseren Wandel vorantreiben“, erklärte der seit gut zwei Monaten amtierende Konzernchef Satya Nadella am Firmensitz in Redmond.

25.000 Nokia-Mitarbeiter wechseln zu Microsoft

Schon heute laufen die Lumia-Smartphones von Nokia mit dem Betriebssystem Windows Phone von Microsoft. Mit dem Kauf wechseln 25.000 Nokia-Mitarbeiter unter das Dach von Microsoft. Die Finnen behalten die digitalen Kartendienste und den Netzwerkausrüster NSN.

Microsoft will unabhängiger vom PC-Geschäft werden

Microsoft-Chef Nadella setzt auf mobile Dienste und das Geschäft mit Datenspeicherung in der Cloud, um Microsoft unabhängiger vom klassischen PC-Geschäft zu machen. Dieser einstige Pfeiler ist wegen des Vormarschs von Smartphones und Tablets geschrumpft. Bei den mobilen Geräten sind Apple mit iPhone und iPad sowie Google mit dem Android-System führend. Microsoft dagegen entwickelt mit Windows das mit Abstand gebräuchlichste PC-Betriebssystem. Windows war über Jahrzehnte der Goldesel des Konzerns und unantastbar. Nadella hat mit diesem Dogma gebrochen: Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein – auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Ihm ist vor allem wichtig, dass die im Hintergrund ablaufenden Internetdienste über die riesigen Rechenzentren von Microsoft laufen.

Microsofts Gewinn schrumpfte im 1. Quartal

Der Wandel hinterlässt aber Spuren in der Bilanz. In seinem ersten Quartal an der Microsoft-Spitze muss sich Nadella mit einem geschrumpften Gewinn zufriedengeben. Der Konzern verdiente im dritten Geschäftsquartal von Jänner bis März unterm Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar (4,1 Mrd. Euro). Das waren 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar.

Microsoft-Chef zufrieden mit Quartalszahlen

Nadella selbst zeigte sich bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstag zufrieden. „Wir machen gute Fortschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher, wie Bing und Office 365 Home“, erklärte er. „Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an.“ Damit überzeugte er die Börsianer, zumal Fortschritte im Geschäft teilweise durch ungünstige Buchungseffekte überdeckt wurden. Im frühen Handel stieg die Aktie um 1 Prozent.

Nokia-Chef wechselt zu Microsoft

Nadella steht seit Anfang Februar an der Spitze des Software-Konzerns. Er löste Steve Ballmer ab. Der Microsoft-Mitgründer und langjährige Chef Bill Gates steht Nadella beratend zur Seite. Der vormalige Nokia-Chef Stephen Elop wechselt mit zu Microsoft und wird hier die Gerätesparte führen, wozu die Spielekonsole Xbox und die Surface-Tablets gehören.

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