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Krebsverdacht bei Jeremy Clarkson, Schafherden bei Richard Hammond

Jeremy Clarkson erzählt von der Angst vor einer Krebsdiagnose, Richard Hammond dreht einen Kurzfilm mit sehr vielen Schafen

22.04.2015 Online Redaktion

Was wurde eigentlich aus… Jeremy Clarkson? Immerhin ist es bestimmt schon über eine Woche her, dass wir über den unehrenhaft entlassenen Ex-Top Gear-Moderator berichtet haben. Und Richard Hammonds Schaf-Filmerei wollen wir euch auch nicht vorenthalten. Aber immer schön der Reihe nach.

Mögliches Krebsgeschwür auf Clarksons Zunge entdeckt

Am vergangenen Sonntag erzählte Clarkson in seiner „The Sunday Times“-Kolumne, dass er zwei Tage vor dem berühmt-berüchtigten „fracas“ – dem Grund für seine Entlassung von der BBC und das Ende von Top Gear – von einem möglichen Krebsgeschwür auf seiner Zunge erfahren hatte. Seit Arzt hatte Clarkson dringlich angeraten, die Beule umgehend untersuchen zu lassen – was nicht möglich war, da Clarkson gerade mit Top Gear tourte. Und „Top Gear kam immer zuerst“, so Clarkson in der Kolumne.

Entwarnung kam nach „fracas“

Glücklicherweise stellte sich heraus, dass das „Ding“ auf der Zunge des starken Rauchers und leidenschaftlichen Alkoholsympathisanten Clarkson harmlos ist. Die Angst vor einer potenziell tödlichen Krankheit hat trotzdem bestimmt nicht zur Deeskalation bei den Top Gear-Dreharbeiten in Yorkshire beigetragen, im Zuge derer es zu dem Übergriff auf den Produzenten Oisin Tymon kam. Selbstverständlich ist das aber keine Entschuldigung für Clarksons Verhalten. Für alle, die im letzten Monat auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel gelebt haben: Anfang März hatte Clarkson Tymon beschimpft und sogar geschlagen, nachdem dieser nach einem langen Drehtag keine warme Mahlzeit zur Verfügung stellen konnte.

„Man muss sich dafür entscheiden, nicht ins Pub zu gehen“

Seit seiner Suspendierung Mitte März hat Clarkson sich kaum zu Wort gemeldet. In seiner Kolumne in der „The Sunday Times“ erzählte der 54-jährige erstmals darüber, wie es ihm nach dem Ende von Top Gear erging – ganz in Clarkson-Manier mit vielen, blumigen Worten:

„Das Loch, das zurückbleibt, scheint sich zur Ewigkeit auszudehnen. Und die Ewigkeit ist ein großer Ort. Stellen Sie sich einen Stahlball, so groß wie die Erde, vor. Nun stellen Sie sich eine Fliege vor, die einmal pro Tag auf dem Stahlball landet und wieder abhebt. Wenn nur dadurch der Stahlball irgendwann komplett abgetragen ist, ist das erst der Beginn der Ewigkeit. Und ich muss sie irgendwie füllen. 

Patiencen auf meinem Laptop zu legen ist auch keine Lösung. Denn wenn man sich langweilt, und das wird man, ist es immer noch erst 8 Uhr in der Früh und man kann noch für Stunden lang nicht einmal in Betracht ziehen, ins Pub zu gehen. Und dann muss man sich dafür entscheiden, nicht ins Pub zu gehen, denn das wäre die Straße in Richtung Ruin und Verzweiflung“.

Kurz gesagt: Jeremy Clarkson vermisst Top Gear, und nach dem Ende der Show ist ihm langweilig. Damit ist er aber nicht alleine. Auch seine ehemaligen Co-Moderatoren James May und Richard Hammond haben sich interessante Hobbies zugelegt, um die neu gewonnene Zeit totzuschlagen. Während James May sich mittlerweile mit Musikvideos und Kochsendungen als fixe Größe im YouTube-Universum etabliert hat, war es um Richard Hammond bis dato relativ still. Erst jetzt wird klar, warum: Er hat die Zeit mit der Arbeit an einem anspruchsvollen Kurzfilm verbracht.

Gelangweilt mit Schafen

Richard Hammonds der Arbeitslosigkeit entsprungener Kurz- bzw. Kunstfilm trägt den bezeichnenden Titel „Bored“. Dementsprechend sollte sich den Film nur ansehen, wer wirklich gelangweilt ist. Ein ereignisloser Mittwochvormittag im Büro bietet dafür einiges an Potenzial.

Richard Hammond presents: „Bored“

 

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  • Appl Tom

    Die drei sollten se zusammentun und in am pub schafe kochen.

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