Knight Rider KITT Pontiac Firebird Transam David Hasselhoff
Keine Folge durfte verpasst werden.
 

KITT und Knight Rider: Inmitten der Achtziger

Ohne Knight Rider und KITT, den intelligenten Pontiac Firebird Transam, wären uns die Achtziger vielleicht nie passiert. Und David Hasselhoff erfand die Schauspielerei neu.

08.02.2013 Online Redaktion

Wenn es jemals ein richtig amerikanisches Auto gab, das sich in Europa gut verkauft hat, dann war es der Pontiac Transam Firebird. Das lag einerseits daran, dass dieses Auto unschlagbar günstig herging (433.000 Schilling) und andererseits daran, dass einmal die Woche ein fünfzig Minuten langer Werbespot namens Knight Rider lief.

KITT – der bessere Schauspieler

Knight Rider KITT Pontiac Firebird Transam David Hasselhoff

Die Serie entstand Anfang der 1980er Jahre. Brandon Tartikoff ist damals NBC-Programmchef und beklagt sich darüber, dass es keine gutaussehenden Männer gäbe, die auch schauspielern könnten. Aus diesem Mangel will er ein Feature machen und entwirft das Konzept „The man of six words“. Die Hauptrolle sollte Polizist sein, der  pro Folge nur sechs Wörter sprechen dürfte.

„Vielen Dank“ – wenn er im Bett einer Frau aufwacht.
„Okay“ – wenn ein Auftrag reinkommt.
„Stehenbleiben!“ – bei Verfolgungsjageden.
„Gern geschehen.“ – nach geglückten Rettungsaktionen.

Den Rest der Folge sollte ein intelligentes Auto reden. Der Sender entwickelte das Konzept noch etwas weiter und fand mit David Hasselhoff einen Schauspieler, der ihnen auf halbem Weg entgegen kam. Um es höflich zu formulieren.

David Hasselhoff als Idealbesetzung

Die Frage nach einem Auto stellte sich nicht wirklich. Denn 1982 – also genau in den Planungen zur Serie – katapultierte Pontiac den neuen Firebird auf den Markt. Der Konkurrenzkampf im Sportwagensegment kam gerade voll ins rollen, als der Firebird 1967 sein Debüt feierte. Fünf Monate nach der Einführung des Chevrolet Camaro. Damals saß John DeLorean an der Spitze von Pontiac. Er nahm sich den Camaro als Basis, verpasste dem Auto aber die Hülle einer alten Studie aus den 1950er Jahren – dem Firebird XP-21.

Schon im ersten Jahr fanden sich 82.560 Firebird-Kunden. Womit eine neue Erfolgsgeschichte geboren war. Das Auto wurde 35 Jahre gebaut, immer wieder aufgefrischt und um Hochleistungsvarianten ergänzt. Wie eben dem Transam.

Doch damit das Auto 1982 in die Serie passte, musste es überarbeitet werden. Dafür war George Barris zuständig. In den USA ist er nicht weniger als eine Legende. Seine Car-Customizer-Firma tat nichts weniger als die amerikanische Art des Tunings zu erfinden. Die extremen Tieferlegungen und totalen Karosserie-Umbauten sind seines Geistes Kind.

Knight Rider KITT Pontiac Firebird Transam David Hasselhoff

Barris war es auch, der Adam West in den 1960er Jahren ein Batmobil auf den Leib schneiderte. Jetzt war er für KITT (Knight Industries Two Thousand) zuständig. Er baute eine Cabriovariante und die verspoilerte Version für den Super-Pursuit-Mode. Auch das berühmteste Gadget, die LED-Lichter waren Barris Idee. Allerdings stammt die Leuchtanzeige vom Filmset der Serie „Battlestar Galactica“.

Die Gimmicks von KTT aus Knight Rider

Dazu gab es noch auf Knopfdruck wechselnde Kennzeichen. Einen Silent-Mode. Enterhaken. Feuerlöscher. Anharmonic Synthesizer (zur Nachahmung von Stimmen und Geräuschen) und vieles, wirklich vieles mehr.

Eine urbane Legende besagt, dass Pontiac sogar eine Straßenversion von KITT lancieren wollte, die Idee aber fallen ließ, weil ein Amerikaner bei dem Versuch starb mit einem Firebird über einen Zug zu springen.

  • claudia

    wir sind mit dieser serie aufgewachsen – sch…. ist das schon lange her

  • normalootto

    Wahrscheinlich jede Folge schon mindestens fünf Mal gesehen, aber das Intro macht schon wieder Lust :)

pixel