Das Cover von Joan as Police Woman - The Deep Field
Anspieltipp: The Magic, mit viel Muskelkraft
 

Joan as Police Woman: The Deep Field

Sie hat 12 Songs von enormer Vielschichtigkeit eingespielt, die zart sind oder mit enormem Tempo daherkommen, allesamt aufwendig orchestriert.

30.11.2013 Autorevue Magazin

Das dritte Album der sagenhaft multitalentierten, energiegeladenen Sängerin Joan Wasser, aka Joan As Police Woman – ein Name, den sie sich als Referenz auf eine 70er-Jahre TV-Serie (Angie Dickenson als „Police Woman“) gegeben hat. Nach „Real Life“ (2006) und „To Survive“ (2008; mit der grenzgenialen, bitterbösen Hymne „To America“, die sie auch mit Rufus Wainwright gesungen hat) nun also „The Deep Field“, das ein endgültiger und kraftvoller Beweis dafür ist, dass Joan Wasser zu den ganz Großen ihres Genres gehört. Die 40-jährige Singer/Songwriterin, die als Dreijährige Geige lernte, mit den alten und neuen Weltmeistern wie Lou Reed, Sheryl Crow und -Anthony and the Johnsons (u. a.) spielte und erst nach dem Tod ihres Freundes Jeff Buckley mit dem Musikschreiben und Singen anfing, braucht längst keine namhaften Gäste mehr auf ihrem Album.

Aufwendig orchestriert

Sie hat 12 Songs von enormer Vielschichtigkeit eingespielt, die zart sind oder mit enormem Tempo daherkommen, allesamt aufwendig orchestriert, mit Streichern, Percussion, -Gitarre, Piano, Background-Vocals – es ist alles da, kunstvoll angeordnet, einnehmend. Und die Texte könne auch was, Joan hat was zu sagen. Eingängig, mit Tiefgang und Selbstbewusstsein. Derzeitige Lieblings-Tracks: der Muntermacher „The Magic“, ein sehnsüchtiges „Forever and a Year“ und der hammermäßige -Bonus-Track „Say Yes“.

(Pias Recordings/Rough Trade)

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