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Jeremy Clarksons Appell: „Lasst Oisin Tymon in Ruhe!“

Top Gear-Fans beschimpfen geprügelten Produzenten auf Twitter: „Hoffen wir, dass er bald ins Leichenschauhaus kommt“

27.03.2015 Online Redaktion

Ja, Top Gear war super und ja, es ist sehr schade, dass es die Show – zumindest annähernd so, wie wir sie kennen und lieben – nach Jeremy Clarksons Rausschmiss nie mehr geben wird. Aber es ist auch unbestreitbar, dass die jüngsten Ereignisse (Suspendierung von der BBC, zweiwöchiges angespanntes Warten, unehrenhafte Entlassung) einzig und alleine Clarksons eigene Schuld waren.

Jeremy Clarkson ist Schuld

Natürlich, ein warmes Essen (besonders Steak mit Pommes) nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag ist schon was Feines. Sich beim Produzenten darüber aufzuregen, dass man sich stattdessen mit einer kalten Platte und Brot oder Obst oder Schokolade und Chips (oder was auch immer die vom Hotel in North Yorkshire angebotenen Alternativen genau waren) begnügen muss, ist zwar ein bisschen bitchy, aber noch ok. Ihn verbal zu attackieren – und das richtig, richtig lange – und dann noch auch noch zuzuschlagen, ist es aber ganz und gar nicht. Das sollte jedem noch so enttäuschten Top Gear-Fan klar sein, ebenso wie die Tatsache, dass die BBC keine andere Wahl hatte, als Clarkson nach dem Eklat zu feuern, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit bewahren will.

Top Gear-Fans auf Twitter: „Oisin Tymon ins Leichenschauhaus“

Trotzdem gibt es Fans, die frustriert und verblendet genug sind, den besagten Produzenten Oisin Tymon in sozialen Netzwerken zu attackieren. Die virtuellen Angriffe auf den (ehemaligen) Top Gear-Produzenten gehen aber weit über Tweets im Sinne von „hey, du bist Schuld“ hinaus.

„Oisin Tymon war in der Notaufnahme. Hoffen wir, dass er bald ins Leichenschauhaus kommt“, meint etwa ein @PaulMRicher (mittlerweile gelöscht) auf Twitter.

Ein paar weniger drastische Beispiele:

Jeremy Clarkson: Nicht ganz unreif

Es wäre auch verwunderlich, wenn es unter den 1.000.000+ Top Gear-Fans keine Idioten gäbe. Im Gegensatz zu ihnen ist Jeremy Clarkson bewusst, dass die Schuld am Ende von Top Gear alleine ihm selbst zuzuschreiben ist. Keine Frage, in dem North Yorkshire Hotel mit leerem Magen hat Clarkson sich mehr als unreif benommen, und das ist auch nicht wieder gut zu machen. Aber immerhin hat er anschließend Vernunft bewiesen: Er meldete den Vorfall bei den BBC-Bossen selbst, wie auch Ken MacQuarrie in seinem Bericht bestätigte (Tymon als Petze zu beschimpfen, ist also alleine deshalb irrational). Er versuchte mehrfach, sich bei Tymon zu entschuldigen. Und er gibt zu, dass er alleine seine Kündigung zu verantworten hat.

Clarkson will Fans zur Vernunft bringen

Genau das versucht Clarkson auch, seinen nicht so cleveren Fans beizubringen. BBC News erwischte den ehemaligen Top Gear-Host auf seinem Fahrrad (!!!) in London. Der einzige Kommentar, den Clarkson abgab, war: „Ich wünschte mir, die Leute würden Ois in Ruhe lassen. Nichts von all dem ist seine Schuld.“

Bleibt zu hoffen, dass die Fans Clarksons Aufforderung Folge leisten und Oisin Tymon seinen Job zurückbekommt, was er sich laut seinem Anwalt am meisten wünscht. Und dass er, wenn er ihn wieder hat, in Zukunft immer warmes Essen serviert.

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