Jeremy Clarkson erklärt Amazons neue Zustell-Drohne

Amazon plant den Einsatz neuer Zustell-Drohnen, die Waren innerhalb von 30 Minuten liefern sollen – Jeremy Clarkson erklärt, wie’s funktioniert

30.11.2015 Online Redaktion

Amazon treibt seine Pläne für die Warenzustellung per Drohne weiter voran. Der Online-Händler präsentierte ein neues Modell des fliegenden Boten in einem Video – in dem niemand geringer als Amazons neuer Liebling und Ex-Top Gear-Star Jeremy Clarkson erklärt, wie das Ganze funktionieren soll.

Clarkson über Amazons neue Zustell-Drohne

Clarkson zeichnet zum besseren Verständnis des geplanten Drohnen-Services folgendes Szenario:

Die kleine Tochter einer Familie steht „in nicht allzu ferner Zukunft“ kurz davor, ihren großen Moment zu begehen: Ein wichtiges Fußball-Match steht an. Dafür benötigt die Kleine unbedingt ihre super-super-Spezialschuhe. Doch es gibt ein Problem: Während einer der beiden Schuhe nur darauf wartet, seine Pflicht zu erfüllen, wird der andere gerade von der Familien-Bulldogge genüsslich zerfetzt. Um Schuhe auf herkömmlichem Wege zu kaufen oder zu bestellen, bleibt keine Zeit – zum Glück schafft die neue Amazon-Drohne Abhilfe.

Drohnen sollen in unter 30 Minuten liefern

In nur 30 Minuten ab Bestellzeitpunkt (oder sogar weniger) soll das unbemannte Mini-Fluggerät Waren zustellen können. Die Drohne ist in die Lage, senkrecht zu starten und zu landen. Bei ihren Flügen soll sie eine Höhe von etwa 120 Metern erreichen. Ganze 15 Meilen (ca. 24 Kilometer) soll die Zustell-Drohne pro Einsatz zurücklegen können.

Intelligentes Fluggerät

„Und sie weiß, was um sie herum geschieht“, erklärt Clarkson. „Die Drohne nutzt eine „Sense and Avoid“ („Wahrnehmen und Vermeiden“) – Technologie, um Hindernisse sowohl am Boden als auch in der Luft…. nun ja, wahrzunehmen und zu vermeiden.“ Wenn die Zustell-Drohe sich in der Nähe ihres Bestimmungsortes befindet, erhält der „Prime Air“-Kunde eine Nachricht auf sein Tablet oder Smartphone. Die Drohne scannt unterdessen die Landezone auf etwaige Gefahren und setzt, wenn alles in Ordnung ist, das Paket auf einer vom Kunden platzierten Markierung ab.

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© Bild: YouTube

Ganze „Drohnen-Familie“ geplant

Nicht nur die im Video gezeigte Drohne soll zum Einsatz kommen, so Clarkson weiter. Vielmehr sei eine ganze „Familie“ von Amazon-Drohnen geplant, die mit unterschiedlichen Größen und Designs für verschiedene Zwecke und Umgebungen optimiert werden sollen.

Auch andere Unternehmen setzen auf Zustell-Drohnen

Auch andere Unternehmen wollen in Zukunft ihre Waren per Drohne zustellen: Beispielsweise die deutsche Post oder Google. Bevor kommerzielle Drohnen großflächig zur Warenzustellung eingesetzt werden können, sind allerdings noch umfassende Praxistests notwendig. Wie die APA berichtet, stoßen die Unternehmen dabei auf Probleme mit der US-Flugaufsichtsbehörde FAA: Diese wurde unter anderem von Amazon dafür kritisiert, weil sie die für einen regulären Betrieb nötigen Tests verzögere.

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