Volvo 360 GLT Istanbul Wien Istanbul Istanbul500 Schrott rennt Oldtimer Rallye Gebrauchtwagen Max Schwinghammer Christian Seidel
Die Mischung aus Zufall und Zuverlässigkeit soll mich nach Istanbul bringen. Und natürlich der ­Volvo.
 

Kaffee mit Hulk

Christian Seidel und Max Schwinghammer im Volvo 360 GLT.

27.02.2013 Online Redaktion

Hulk Hogan ist das Ende meiner Leidensgeschichte. Jetzt serviert er mir Kaffee. Er hat gerade seinen Volvo 360 GLT verkauft. Hulk Hogan heißt eigentlich anders, aber vom berühmten Wrestler und Charakterdarsteller der 1980er und 1990er Jahre hat der Verkäufer seinen Bart entliehen. Der blond-buschige Oberlippenbart fällt an den Rändern wasserfallartig nach unten ab. Das wirkt nicht vertrauenerweckend. Der Schnurrbart ist viel zu sehr Synonym für den klischeehaften Gebrauchtwagenverkäufer, als dass ich nicht stutzig werden könnte. Um 500 Euro, so denke ich mir, müssen Hulk-Hogan-Bärte eben mitgekauft werden.

Mehr darf das Auto nicht kosten, sonst bleibt nicht genug Geld für den Sprit nach Istanbul. Und retour im besten Fall.

Für den Volvo seien die 3000 Kilometer (und noch viel mehr) kein Problem, vermeldet Hulk. Ein Pickerl habe das Auto zwar noch nicht, das sei aber reine Formsache, weswegen er das sogar noch selber erledigen werde. Ich glaube ihm, sonst kriegt er kein Geld. Die Autowahl verlief emotionaler als gewollt. Nach zwei Tagen Internet- und Zeitungsrecherche blieben ein Jaguar XJ und Fiat Ritmo Cabrio übrig. Der Jaguar-Besitzer musste bei der Frage nach dem Pickerl tief durchatmen – und das Gespräch war beendet. Das Fiat Ritmo Cabrio wurde in der Teambesprechung abgelehnt, weil sich das Dach nicht schließen ließ, was im Februar nicht mehrheitsfähig ist.

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Der Telefonjoker (Freunde anrufen, die jemanden kennen, die jemanden kennen, der sein Auto verkaufen will) spülte mir ein Angebot für einen Pontiac Firebird TransAm auf den Tisch. Größter Trumpf des Pontiac wäre die Adler-Beklebung gewesen, die auch die fehlenden Papiere und den Zustand jenseits aller Pickerl-Vorschriften aufwog. Was die Polizei, Versicherung und Zulassungsstelle leider anders sehen.

Per Facebook wurde mir dann besagter Volvo 360 GLT zugespielt. Oh du vernetzte, neue Welt! Mörder-Felgen. Heckantrieb. Transaxle-Bauweise. Ein geborener Sieger. Solange ich alle anderen Eckdaten verschweige, wird jeder glauben, ich hätte einen SLS organisiert.

Die Felgen, ergab ein erstes Telefongespräch mit Hulk, seien im Preis nicht inkludiert, die habe er nur für die Fotos montiert. Vor allem deswegen, weil sie zu groß seien und bei stärkerem Lenkeinschlag die Reifen am Radkasten kratzen. Sei’s drum. Der Rest ist Formsache und wird im tiefsten Burgenland erledigt. Die Bremsen bremsen, das Lenkrad lenkt, der Motor brummt, den letzten Rest Gewissheit verschafft der unentbehrliche Tritt gegen den linken Vorderreifen. Ein original Kassettenradio gibt es obendrauf. 

Hier stellen sich die weiteren Teams vor:

Christian Kornherr und Andreas Riedmann im BMW 540i.
Christoph Jordan, Michael Szemes und Roman Gaisböck im Ford Transit.
Josef Schützenhöfer und David Staretz im Mercedes 190.

Hier geht es zur Ankündigung und den Regeln.

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