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Intelligenter Sicherheitsgurt schützt vor Sekundenschlaf

Ein in Sitz und Gurt integriertes Sensorensystem erkennt Übermüdung bei Autofahrern.

28.07.2014 Online Redaktion

Fast 1,5 Millionen Menschen werden in der EU jährlich bei Verkehrsunfällen verletzt, für beinahe 40.000 endet die Teilnahme am Straßenverkehr tödlich. 30 Prozent der Unfälle haben die Übermüdung der Fahrer zur Ursache*. Ein neues Sensoren-System namens HARKEN (Heart and respiration in-car embedded nonintrusive sensors) soll die Körperfunktionen der Fahrerinnen und Fahrer künftig während der Fahrt überwachen und sicherheitsgefährdende Übermüdung non-invasiv feststellen können.

Sensoren in Sitz und Sicherheitsgurt

Die Herzfrequenz und Atmung verändern sich, wenn Autofahrer müde werden. Bisher sei kein System in der Lage gewesen, diese Faktoren bei Autofahrern auf eine nicht-invasive Art zu messen. Bei HARKEN hingegen sind die Sensoren nicht einmal sichtbar: Materialien, die von außen unerkennbar in Sicherheitsgurte und Sitze eingearbeitet werden, messen Herztätigkeit und Respiration. Impulse und Geräusche, die vom sich bewegenden Auto kommen, werden dabei herausgefiltert.

3 Hauptkomponenten

HARKEN besteht aus 3 Hauptkomponenten: Dem Sitz-Sensor, dem Sicherheitsgurt-Sensor, und einer die Signale verarbeitenden Einheit, die die Messergebnisse in Echtzeit analysiert. HARKEN wurde bereits auf abgesicherten Strecken getestet und soll bald auch im „echten“ Straßenverkehr erprobt werden. Entwickelt wird HARKEN vom Biomechanics Institute (IBV) in Valencia, Spanien, mit Unterstützung der Europäischen Union.

Imagevideo Projekt HARKEN 

*Quelle: Biomechanics Institute Valencia (IBV)

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