Hat Lexus wirklich ein funktionierendes Hoverboard gebaut?

Mit Lexus (zurück) in die Zukunft: Der Autobauer präsentiert sein Hoverboard, das „die Grenzen des Machbaren erweitern“ soll.

24.06.2015 Online Redaktion

Seit gestern kursiert ein Video im Internet, dessen Titel „Lexus hat ein echtes, fahrbares Hoverboard gebaut“ eigentlich nicht viel Raum für Spekulationen lässt. Trotzdem: Beim Ansehen des knapp 40-sekündigen Clips stellt sich vorerst ein Gefühl von Ratlosigkeit ein. Das, was da über den Monitor flimmert, sieht zwar aus wie ein echtes Hoverboard, aber wenn es angeblich so toll funktioniert – warum wird denn dann nicht gezeigt, wie jemand damit fährt?

Ein 30-jähriger Traum trägt noch immer keine Früchte

Der Versuch ist nicht neu: Seit geraumer Zeit versuchen Tüftler aus der ganzen Welt den bereits 1985 mit dem Film „Zurück in die Zukunft“ geborenen Traum eines räderlosen, schwebenden Skateboards endlich zu verwirklichen. Aber auch 30 Jahre später, in dem Jahr, in dem der 2. Teil der Filmreihe rund um Marty McFly und seine Ausflüge in Zukunft und Vergangenheit spielt, gibt es noch immer keine Hoverboards für jedermann. Selbst an der Technologie mangelt es noch. Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Prototypen Aufsehen erregt haben, will nun auch Autobauer Lexus der Liga der außergewöhnlichen Hoverboard-Erfinder angehören.

Magnet-Schwebekraft bringt das Board zum Hovern

Auf seiner Amazing in Motion-Website erklärt Lexus die Funktionsweise seines Hoverboards: Wie bereits die Modelle von anderen Bastlern basiert auch das Lexus-Board auf Magnetschwebetechnik. Mit flüssigem Stickstoff gekühlte Supraleiter und Dauermagneten „erlauben Lexus, das Unmögliche zu kreieren“, so der Autobauer. Der flüssige Stickstoff erklärt auch den feinen Nebel, der permanent von Lexus‘ Hoverboard aufsteigt und als Nebeneffekt auch noch einigermaßen cool aussieht.

Lexus-Luxus auch im Hoverboard

Besonders stolz ist Lexus auch auf das Design seines Hoverboards: Das schwebende „Brett“ sieht wirklich edel aus, soweit erkennbar, machen die Materialien einen hochwertigen Eindruck. Oder, wie Lexus es in einer Presseaussendung formuliert: „[Das Hoverboard] verfügt über die klassische Form des Lexus-Kühlergrills und verwendet dieselben Materialien, die sich auch in der Luxuslimousine finden – von Hightech bis hin zu natürlichem Bambus.“

Testläufe in den kommenden Wochen

Obwohl Lexus darauf pocht, mit seinem Prototypen bereits die Grenzen des Machbaren erweitert zu haben, ist auch das Hoverboard des Autoherstellers noch keineswegs ausgereift. Vermutlich deswegen beschränkt sich der Trailer für das zukunftsträchtige Fortbewegungsmittel darauf, das Hoverboard wenige Zentimeter über dem Boden schwebend zu zeigen und abzubrechen, noch bevor ein Skater seinen Fuß darauf setzen kann. Die Testläufe für Lexus‘ Hoverboard sollen in den kommenden Wochen in Barcelona stattfinden – und dann werden wir ja sehen. Während der Tests will Lexus die Hoverboard-Fans laufend updaten – und vielleicht stellt sich ja heraus, dass es endlich jemandem gelungen ist, eine vernünftige Technologie für die reale Umsetzung der lang erwarteten, schwebenden Skateboards zu entwickeln. Auch wenn das Hoverboard des Autobauers per definitionem als Imageprojekt gilt und nie seinen Weg auf den Markt finden soll – wir zählen auf dich, Lexus!

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