So sieht Toshibas Kampfansage an Googles Glass aus.
 

Googles Glass bekommt Konkurrenz

Bei der Elektronikmesse Ceatec präsentierten Toshiba und Epson ihre Gegenentwürfe zu Googles Glass.

09.10.2014 APA

Googles Datenbrille Glass bekommt Konkurrenz aus Japan. Auf der Elektronikmesse Ceatec präsentierten Toshiba und Epson Modelle, die sich technisch erheblich von den Googles Variante unterscheiden.

Vollglas-Glasses in Japan

Während Google Glass im Kern aus einem kleinen Display am oberen Brillenrand besteht, setzen die Japaner auf Vollglas-Brillen, die das gesamte Blickfeld des Anwenders einnehmen. „Toshiba Glass“ soll vor allem Geschäftskunden ansprechen. So könne man sich gut einen Einsatz im Krankenhaus, auf Baustellen oder bei der Polizei vorstellen, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Chiba. Bei der Toshiba-Brille handelt es sich noch um einen Prototypen. So bezieht die Brille Strom und Daten über ein USB-Kabel, das an ein Smartphone oder Tablet-Computer angeschlossen wird.

Epsons 2. Datenbrille

Epson bietet dagegen mit seiner Moverio BT-200 schon ein Nachfolgemodell zu einer ersten Datenbrille an. Auch hier sollen Profianwendungen im Vordergrund stehen. Epson-Datenbrillen kommen unter anderem am UniversitätsSpital Zürich zum Einsatz. Patienten erhalten dort im Computertomographen ihre eigenen Atemzüge über die Datenbrille dargestellt, um störende Einflüsse der Atembewegungen zu minimieren.

Google ruderte zurück

Google hatte seine Datenbrille Glass ursprünglich für ein breites Publikum konzipiert. Nach Protesten von Datenschützern und negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit hatte der Konzern zuletzt aber Geschäftsanwendungen betont, die mit Google Glass möglich seien, etwa die Unterstützung von Flugzeugmechanikern bei ihrer Arbeit.

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