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Datenschützer äußern Bedenken an Googles Vorgehensweise.
 

Google verteidigt Durchsuchung von E-Mails

Es werde nur nach Hinweisen auf Kindesmissbrauch, nicht aber nach anderen kriminellen Handlungen gesucht, so Google.

05.08.2014 APA

Google hat die Durchsuchung von E-Mails seiner Kunden auf Kinderpornografie verteidigt. Ein Sprecher erklärte am Montag, man nutze die entsprechende Technik nur, um in E-Mails seines Dienstes Gmail nach Bildern zu suchen, die Kindesmissbrauch zeigen. Nach Hinweisen auf andere Verbrechen – etwa die Verabredung zu einem Einbruch – suche Google nicht.

Illegale Bilder werden entfernt und gemeldet

In den USA sind E-Mail-Anbieter verpflichtet, einen Verdacht auf Kinderpornografie den Behörden zu melden, wie das Zentrum für vermisste und missbrauchte Kinder (NCMEC) betonte. „Leider müssen sich alle Internetunternehmen mit Kinderpornografie beschäftigen“, sagte der Google-Sprecher. Darum entferne das Unternehmen illegale Bilder aus seinen Diensten wie Gmail oder der Suchmaschine und melde die Funde dem NCMEC. Das Zentrum am Rande Washingtons hat die sogenannte CyberTipline eingerichtet, über die Internetunternehmen einen Verdacht auf Kindesmissbrauch direkt der zuständigen Polizeidienststelle melden können.

Mann festgenommen

Am Donnerstag war so ein 41-jähriger Angestellter eines Restaurants im texanischen Houston festgenommen worden. David Nettles von der Polizei Houston, zuständig für den Kampf gegen Kindesmissbrauch, sagte dem Lokalsender KHOU, ohne die Hilfe Googles wäre der Mann nicht entdeckt worden. „Ich kann diese Daten nicht sehen, ich kann dieses Foto nicht sehen – aber Google kann es.“ Kritiker in den USA äußerten dagegen Bedenken über die technische Möglichkeit der Internetkonzerne, persönliche Daten ihrer Nutzer auszuspionieren.

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