Sebastian Kurz wird Außenminister Michael Spindelegger wird Finanzminister Geilomobil schwarz macht geil Hummer H2
Sebastian Kurz kann Michael Spindelegger jetzt nicht alleine lassen. © Bild: APA / Robert Jäger
 

Geilo und mobil – Sebastian Kurz wird Außenminister

Das ist mal ein Aufstieg: Sebastian Kurz wird Außenminister. Einst für die Geilomobil-Kampagne verlacht, heute einer der wichtigsten.

12.12.2013 Online Redaktion

Sebastian Kurz wird Außenminister. Das ist doch mal eine Karriere. Nicht vergessen darf man, dass sie, die Karriere, mit einer Art Auto angefangen hat. Mit einem Hummer H2. Damit kam Sebastian Kurz 2010 zwar zu einem fragwürdigen Image, aber wenigstens in die Zeitungen.

Sebastian Kurz wird Außenminister

Sebastian Kurz folgt auf Michael Spindelegger, der Finanzminister wird. Nicht wenige haben Sebastian Kurz geraten aus der Politik auszusteigen, um das Studium erfolgreich abzuschließen, Berufserfahrungen zu sammeln und dann als Hoffnungsträger in die ÖVP zurück zu kommen. Nicht, dass man unbedingt ein abgeschlossenes Studium braucht um Politiker zu sein. Im Gegenteil. Aber irgendeine realitätsbezogene Qualifikation (Berufsausbildung) würde sich der Wähler doch wünschen. Kurz fiel vor allem als Parteisoldat auf.

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Sebastian Kurz wird neuer Außenminister. © Bild: Apa / Helmut Fohringer

„Schwarz. Macht-geil.“ Oder so.

Die Karrieretipps schlägt er übrigens mit der Begründung aus, Spindelegger brauche ihn besonders jetzt und er könne ihn nicht im Stich lassen. Lob für Parteikollegen klingt anders. Einerseits. Andererseits ist es bei der österreichischen Außenpolitik auch schon völlig egal, ob man einen erfahrenen Spitzendiplomaten verheizt oder einem 27-Jährigen eine Karrierechance bietet. Schlimmer als derzeit (Stichwort überstürzter Abzug vom Golan, die Trauerfeier für Nelson Mandela) kann es nicht werden.

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Mittlerweile ist das Geilomobil etwas geschrumpft.
© Bild: Apa / Ernst Weingartner

2010 gewann er die Wahl übrigens mit dem Geilomobil – ein schwarzer Hummer H2. Das Motto damals: „Schwarz macht geil“. Ein Graffiti-Künstler machte auf mehreren Plakaten daraus den Spruch „Schwarz. Macht-geil.“ Geschadet hat es Sebastian Kurz offensichtlich nicht. Und dem Außenministerposten könnte Sebastian Kurz sogar gut tun. Vorausgesetzt, er lässt Forderungen nach deutscher Sprache in Moscheen bleiben. Immerhin: Er spricht Englisch und besitzt ein eher bescheidenes Auftreten. Das sind zwar Minestanforderungen an den Posten, die wurden aber bislang eher nicht erfüllt.

Alles geilo, also.

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