Bat Out Of Hell: Auch nach 36 Jahren noch der perfekte Soundtrack zum entspannten Cruisen am Friedhof.
Bat Out Of Hell: Auch nach 36 Jahren noch der perfekte Soundtrack zum entspannten Cruisen am Friedhof.
 

Fleischbällchen mit Schmalz

Adieu, Meat Loaf: Mit einer Farewell-Tour verabschiedete sich der bald 66-jährige unlängst (fast zur Gänze) aus dem harten Livegeschäft. Zeit, noch einmal ordentlich Fleisch auf die Plattenteller zu laden.

14.09.2013 Online Redaktion

Anfang der 1970er begann die Karriere von Marvin Lee Aday alias Meat Loaf, die 1977 mit dem Heartrockalbum Bat Out Of Hell durch die Decke brach wie das Fleischbällchen als Eddie durch die Wand in der Rocky Horror Picture Show.

Unter den Fittichen von Jim Steinman (oder umgekehrt?), dessen Feder die meisten Meat Loaf-Songs entflossen, wurde der Texaner mit pathetischem Rock, der im Herzen zergeht wie ein zartes Steak im Mund, bald weltberühmt. Auch wenn einem auf die Schnelle keine Nummer einfällt, kann man sich bestimmt an den bemerkenswert ausgestatteten Typen aus Fight Club oder besagten Eddie aus der Rocky Horror Picture Show erinnern. Dementsprechend sieht Meat Loaf sich selbst auch als Schauspieler, nicht als Sänger, selbst wenn er gerade offensichtlich singt. Dank seinen hyperdramatischen Videos und extravaganten Verpackungen fällt es auch dem Publikum nicht schwer, das zu sehen.

Frage zum Tag, nicht theoretisch: Würdest du in einer heißen Sommernacht dem Wolf mit den roten Rosen deine Kehle anbieten?

Anlässlich des Abschieds des Großmeisters des Schmalzrocks aus dem Livegeschäft gibt es für dieses schöne Wochenende einen Roadsong mit einem großartigen Intro aus Bat Out Of Hell, einem der meistverkauftesten Alben aller Zeiten. Der eindringliche Fragesteller zu Beginn ist übrigens Jim Steinman, der Meat Loaf alle Wörter in den Mund gelegt hat, auch wenn dieser Gegenteiliges behauptet. Der perfekte Soundtrack für die Straße, vor allem, wenn man mit einer Maschin aus der Hölle unterwegs ist. Es geht um heiße Sommernächte und Liebe.

Auch wenn es ersterer heuer wohl nicht mehr viele gibt, ist für zweiteres noch viel Zeit: Mit Meat Loaf bestimmt. Und wer für melodramatischen Softrock kein Herz hat, muss ihn sich ja nicht anschauen. Kann man auch gar nicht mehr. Außer in Las Vegas, dort dafür noch etwa 300 Mal.

 

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