Eine Drohne von Titan Aerospace
Facebook soll an Titan Aerospace interessiert sein.
 

Facebook: Internet-Drohnen in Planung

Das US-Online-Netzwerk Facebook will mittels Drohnen sein Ziel „Internet für alle“ erreichen. Damit soll das Internet in die entlegensten Winkel der Welt kommen.

05.03.2014 APA

Mark Zuckerbergs Plan „Internet für alle“ zu ermöglichen nimmt Formen an. Der US-Softwareriese Facebook will einen Drohnen-Hersteller kaufen und damit die drahtlose Internetverbindung für Menschen in Entwicklungsländern ermöglichen. Die Branchenwebseite TechCrunch berichtete ohne Quellenangabe, Facebook wolle den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace für rund 60 Mio. Dollar (43,6 Mio. Euro) kaufen. Facebook bezeichnete dies als „Gerüchte und Spekulationen“.

Die Initiative Inernet.org

Mit seiner Initiative Internet.org will Facebook dazu beitragen, Milliarden von ärmeren Menschen einen Zugang zur Online-Welt zu verschaffen.

Der Drohnenentwickler Titan Aerospace

Titan entwickelt unter der Bezeichnung „atmosphärische Satelliten“ mit Solarzellen betriebene Drohnen, die in etwa wie Segelflugzeuge aussehen und ununterbrochen jahrelang in etwa 20 Kilometer Höhe fliegen sollen. Dort könnten sie etwa als Sendestationen dienen. Bisher hat das Unternehmen jedoch nur Testflüge unternommen. Ein gewerblicher Betrieb soll 2015 starten. Facebook und Titan wollten sich nicht dazu äußern.

11.000 Drohnen für Facebook

Chef von Titan ist Vern Raburn, der zuvor bereits Chef von Symantec sowie der Präsident der Microsoft-Sparte für Verbraucherprodukte war. Laut TechCrunch ist Facebook an dem Bau von 11.000 Drohnen mit einer Spannweite von rund 50 Metern für sein Internet.org-Projekt interessiert. Facebook ist nicht der einzige Technologie-Konzern, der mit Hilfe von Fluggeräten die Verbreitung des Internet in Entwicklungsländern vorantreiben will: Im vergangenen Jahr kündigte Google das Projekt Loon an, das zum gleichen Zweck solarbetriebene Ballons einsetzen will.

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