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„Error: Ihre Finger sind zu dick für die Smartwatch.“

Forscher entwickelten ein neues Bedienkonzept für Smartwatches, das deren Einsatzmöglichkeiten ausweiten soll.

28.05.2014 Online Redaktion

Aufgrund ihrer geringen Größe sind die Anwendungsbereiche der praktischen Smartwatches derzeit limitiert. Komplexere Apps könnten darauf zwar laufen, aber oftmals nicht bedient werden. Forscher der Future Interfaces Group an der Carnegie Mellon University haben sich diesem Problem nun angenommen. Sie entwickelten ein Steuerungskonzept, das nicht nur Eingaben auf dem Display beinhaltet, sondern auch das Gehäuse mit einbezieht. Durch mechanische Gesten wie Schwenken, Drehen, Kippen und Klicken soll sich die Smartwatch quasi wie ein Joystick bedienen lassen und auch Nutzern mit breiteren Fingern die präzise Steuerung ermöglichen.

Joystick-artige Steuerung

Um zu illustrieren, wofür die erweiterte Steuerung genutzt werden könnte, wurden einige beispielhafte Apps für den Prototypen mit 1,5 Zoll-Display entwickelt. Neben einfacheren Anwendungsbereichen wie dem Zoomen und Auslösen bzw. Auswählen bei Kameras oder Karten-Apps, dem unkomplizierten Navigieren durch Musik-Ordner oder Kalender-Einträge wird dabei auch vorgestellt, wie sich mit Hilfe der auf das Gehäuse erweiterten Eingabemöglichkeiten beispielsweise eine Spielfigur durch einen einfachen Ego-Shooter steuern lässt oder sich diverse Funktionen mit durch den „Joystick“ gezeichnete Shortcuts aufrufen lassen.

Noch viel Forschungsarbeit notwendig

Setzt sich diese Art der Steuerung durch, würde dies die Anwendungsbereiche einer Smartwatch vergrößern. Zudem könnten mehr Apps für die Computer-Uhr entwickelt werden, die nicht zwingend ein Smartphone als Basis heranziehen müssen. Was als Konzept vielversprechend klingt, ist in der Praxis aber noch unausgereift: Der Prototyp ist sperrig und nutzt sich rasch ab. Bis das Konzept Marktreife erlangt, muss also noch einiges an Forschung betrieben werden. Einen ersten Eindruck über die Einsatzmöglichkeiten gibt dieses Video:

 

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