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Mercedes-Benz 300 SLR Rennsportwagen (W 196 S)
 

Ein Blick in die Welt der Reichen und Schönen von Monterey

Bei der Monterey Car Week und dem abschließenden Concours d’Elegance am Pebble Beach kommen die Reichen (Besitzer) und Schönen (Autos) zusammen.

18.08.2015 Online Redaktion

Jedes Jahr im August findet in Kalifornien die Monterey Car Week statt. In dieser Woche findet eine Reihe exklusiver Events statt, die sich in erster Linie an (betuchte) Auto-Besitzer und jene, die es werden wollen, richtet. Heuer war es vom 10. bis zum 16 August so weit.

Eine halbe Million ist gar nichts

Ein Beispiel: Für die Veranstaltung mit dem klingenden Namen „The Quail, a Motorsport gathering“ werden bloß 3000 Tickets (à 500 Dollar) vergeben, um Massenanstürme zu vermeiden. Eines der 200 Autos, die heuer im Rahmen des Events zu sehen waren, ist der auf 500 Stück limitierte Lamborghini Aventador LP 750-4 Superverloce Roadster. Mit 750 PS, 690 Nm maximalem Drehmoment und 350 km/h Höchstgeschwindigkeit handelt es sich dabei um den schnellsten Serien-Lambo aller Zeiten. Mit einem Preis von knapp unter einer halben Million Euro gehört er aber bei weitem nicht zu den teuersten Autos, die sich im Rahmen der Monterey Car Week an der amerikanischen Westküste tummeln. Bei den zahllosen Versteigerungen, die in dieser Woche statt finden, wird mitunter schon mehr als das 20-fache für ein Auto bezahlt.

Enthüllung Lamborghini Aventador Roadster SV in The Quail
© Bild: press-inform

Aufregende Auktionen

So brachte ein Jaguar C-Type Lightweight Roadster, der in bei 24 Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1953 den 4. Platz einfuhr, bei einer Auktion im Rahmen der Monterey Car Week 13,2 Millionen Dollar ein. Aber auch die „billigeren Modelle“ wie ein 1955er Lancia Aurelia B 24 Spider für 2 Millionen Dollar, ein 1985er Ferrari 288 GTO für 2,4 Millionen oder ein  Plymouth Barracuda Hemi Cabrio für 2,5 Millionen können sich durchaus sehen lassen.

Versteigerungen in Pebble Beach (1)
© Bild: press-inform

New Generation

Nicht nur klassische, sondern auch brandneue oder gar zukünftige Autos werden bei der Monterey Car Week präsentiert. Neben dem eingangs erwähnten Superveloce-Aventador von Lamborghini präsentierte heuer zum Beispiel BMW das seriennahe M4 GTS Concept, die Neuinterpretation des 3.0 CSL oder Bentley seinen EXP 10 Speed 6.

Bentley EXP 10 Speed 6
© Bild: press-inform

„Normale“ Autos in den „Slums“

Doch es geht auch ein wenig anders: Quasi in den „Slums“ von Monterey (eine heillose literarische Zuspitzung) sind beim „Concours de Lemons“ oder den „Legends Of Autobahn“ auch „normale“, aber mit Liebe umgebaute Autos zu sehen. Hier halten sich auch die Eintrittspreise in Grenzen.

BMW North America at Legends of the Autobahn 2015.
© Bild: press-inform

Die Besondersten der Besonderen

Die Monterey Car Week, in der sich alles um das Automobil in seiner schönst- (und teuerst-)möglichsten Form dreht, findet mit dem Concours d’Elegance am letzten Sonntag ihren krönenden Abschluss. Dabei wird die Spreu noch einmal vom Weizen getrennt; übrig bleiben die hochwertigsten, am besten erhaltenen Oldtimer, die ihr euch vorstellen könnt. Nicht unbedingt der Schönste der Schönen, jedenfalls aber der Besonderste der Besonderen wird jährlich mit dem Titel „Best in Show“ geehrt. Heuer ging diese Ehre an das einzigartige Vorkriegsmodell Isotta Fraschini Tipo 8A F aus dem Jahre 1924.

Best of show - Isotta Fraschini Tipo 8A F von 1924 (3)
© Bild: press-inform

Luxus mit einem Hauch „gutem Gewissen“

Außer den ganzen schönen Autos bietet die Monterey Car Week noch einen Grund, sich zu freuen: Ein Teil der Erlöse des Concours d’Elegance wird jährlich für wohltätige Zwecke gespendet. Da kann man mit gutem Gewissen im Luxus schwelgen – vor allem, wenn man weiß, dass man sich von den meisten hier präsentierten Autos nicht einmal ein Ersatzteil leisten könnte. Genießt also unsere oben stehende Dia-Show – gerne auch mehrmals hintereinander.

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