Die Drohnen sollen nicht zu den Kunden herunterkommen, sondern die Waren abseilen.
Die Drohnen sollen nicht zu den Kunden herunterkommen, sondern die Waren abseilen.
 

Drohnen sollen auch für Google fliegen

Nach Amazon setzt auch Google auf fliegende Paketboten – Lieferung in 1-2 Minuten

29.08.2014 APA

Als Amazon den Prototypen seiner Zustell-Drohnen vorstellte, hielten das viele für einen Werbe-Gag. Aber auch Google arbeitet – ernsthaft – an fliegenden Paket-Boten. Das ambitionierte Ziel: Warenlieferung in ein bis zwei Minuten. Die kleinen Fluggeräte seien bereits in Australien getestet worden, enthüllte der Internet-Konzern unter anderem in der „Berliner Zeitung“ vom Freitag.

Zustellung in 1-2 Minuten

Die Drohnen könnten zum Beispiel in schwer zugänglichen Gebieten oder in Großstädten mit überlasteten Verkehrswegen die Zustellung beschleunigen, erklärte der Zeitung der Chef des Forschungslabors Google X, Astro Teller. „Das langfristige Ziel ist es, nahezu jeder Person nahezu alles innerhalb von ein bis zwei Minuten bringen zu können“, zitierte die „Berliner Zeitung“ Teller. Google arbeite seit rund zwei Jahren an dem Projekt.

In einem von Google veröffentlichten Video zum „Project Wing“ kann man die Drohnen in Aktion sehen:

Keine Fracht mit Fallschirmen

Die Google- Drohnen sind etwa 1,5 Meter breit und 80 Zentimeter hoch. Bei der Zustellung der Fracht landen sie nicht, sondern lassen sie an einem Seil herunter. Das sei unter anderem für die Sicherheit gedacht, erläuterte Projektleiter Nick Roy der US-Website „The Atlantic“. Kunden neigten dazu, nach dem Paketen zu greifen, auch wenn sie wüssten, dass die Rotoren der Drohnen gefährlich seien. Man habe auch den Abwurf der Fracht mit kleinen Fallschirmen ausprobiert – das sei aber zu ungenau gewesen.

Drohnen müssen Standort des Kunden bestimmen

Die Drohnen sollen in Höhen von etwa 40 bis 60 Metern automatisch zu ihrem Ziel fliegen. Dafür könnten Googles Kartendienste und die Ortsdaten von Smartphones mit dem Android-System von Google nützlich sein, sagte Teller der „Berliner Zeitung“. Um Lieferungen zustellen zu können, werde es etwa entscheidend sein, den Aufenthaltsort der Person zu bestimmen. „Google hat sehr viele Daten, die dabei helfen können, dieses Problem zu lösen.“

Google arbeitet auch an großen Drohnen

Inzwischen seien im Project Wing bereits Dutzende Mitarbeiter eingebunden, berichtete „The Atlantic“. Australien sei ausgesucht worden, weil es lockerere Regeln für Drohnen-Flüge als andere Länder habe. Bei den Tests wurden kleinere Artikel wie Hundesnacks zugestellt. Google entwickelt auch große Drohnen, die lange in der Luft bleiben und per Funk entlegene Gebiete mit Internet-Anbindung versorgen sollen.

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