Carhartt Chrysler
 

Dress like a Detroiter

Chrysler macht jetzt auch Mode – man muss heutzutage schließlich dazuschauen, wie man sein Gerstl verdient.

27.11.2012 Autorevue Magazin

Damit jetzt niemand auf falsche Gedanken kommt: Feldherr Marchionne ist nicht völlig übergeschnappt und hat Karl Lagerfeld oder Marc Jacobs angeheuert, um das schwächelnde Autoproduktions-Business mit einem neuen Geschäftsfeld abzustützen.

Chrysler hat sich mit dem Workwear-Hersteller Carhartt zusammengetan und eine limitierte Kollektion von Robust-Kleidungstücken herausgebracht, also Jacken und Hosen, die für die Arbeit als Kranfahrer genauso geeignet sind wie für den Fall, dass man bei den Aufräumungsarbeiten nach „Sandy“ mithelfen möchte. Das entspricht dem handgespuckten ur-amerikanischen Selbstverständnis, das immer noch jedem Auto „built in the US“ genetisch angedichtet wird.

Im Fall von Chrylser geht es besonders darum, den Nimbus als genuine amerikanische Automarke zu stärken. Die Verschmelzung von italienische Technik und Detroiter Industriearbeit ist mit dem Aufkleben eines Chrysler-Logos alleine ja noch nicht vollbracht. Das Ganze muss dann auch noch emotional auf Temperatur gebracht werden. Also bilden zwei Großraum-Detroiter Unternehmen (Chrysler aus Auburn Hills und Carhartt aus Dearborn) um gemeinsam die Stärke und Ruf der alten Auto-Königsstadt hochzuhalten.

Aufgelegt werden die Modelle in einer limitierten Auflage von 200 Stück, man muss also schnell sein. Morgen ist Präsentation auf der L.A. Motorshow. Mehr Info gibt’s hier

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