Diese flachen Roboter können Autos davontragen

Das AVERT-System besteht aus 3 Robotern, die verdächtige und lästige Fahrzeuge schnell und einfach davontragen können.

03.05.2015 Online Redaktion

Neulich in Wien Neubau (und vermutlich zeitgleich an 10.000 anderen Orten der Welt): irgendein Spezialist in der Disziplin, alltägliche Dinge schrecklich kompliziert zu machen, hat sein Auto quer über die Straßenbahnschienen geparkt – außerhalb der Reichweite eines Abschleppwagens. Bis der Besitzer ausfindig gemacht wurde, konnten 2 Straßenbahnlinien fast eine Stunde lang nicht weiterfahren. Eine ziemlich ärgerliche Stunde – sowohl für die Leute in den Straßenbahnen als auch für jene in den zahlreichen Autos, die sich dahinter aufstauten. Das AVERT wurde entwickelt, um solche und vor allem weit gefährlichere Situationen schnell und unkompliziert zu entschärfen.

Autonomes Notfalls-Werkzeug zur Fahrzeug-Bergung

AVERT (deutsch: „abwenden“) steht für Autonomous Vehicle Emergency Recovery Tool (autonomes Notfalls-Werkzeug zur Fahrzeug-Bergung) und soll ungünstig abgestellte Fahrzeuge schnell und einfach entfernen können. Darunter fallen sowohl den Verkehr blockierende Autos, die sich aus irgendeinem Grund der Entfernung durch einen Abschleppwagen entziehen, als auch „verdächtige“ Fahrzeuge,  die Sprengstoff geladen haben könnten. Da AVERT autonom agiert und keinen Menschen zur Steuerung in seiner unmittelbaren Nähe benötigt, bietet sich das System insbesondere zum Abtransport von potenziellen Autobomben an.

Flache Roboter tragen verdächtige Fahrzeuge weg

AVERT besteht aus einem größeren Roboter, der zwei kleinere, flache Kollegen zum Problem-Fahrzeug bringt. Die flachen Roboter schieben sich unter die Räder des verdächtigen Autos und heben es einen knappen Zentimeter an – genug, um es bewegen und langsam, aber sicher aus der Gefahrenzone transportieren zu können.

Einsatz bereits für 2016 geplant

Die Roboter-Gang wurde von Europäischen Wissenschaftlern entwickelt. Sie erwarten, dass AVERT bereits 2016 in Produktion geht und sowohl von der Exekutive verschiedener Staaten als auch Industriepartnern verwendet wird. Wir sind dafür, dass das System auch pathologisch Einpark-Unfähigen zur Verfügung gestellt wird.

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