jugoslawische Albencover
Klik klak war ein Hit, Svetlana ist es immer noch.
 

Die schönsten Albencover – Svetlana Miljus Cajka – Jo Jo

Im Namen aller jugoslawischer Musiker und Grafikdesigner der 1970er wehren wir uns. Unser Roadsong: Jojo Parodije von Svetlana Miljus Cajka.

21.11.2013 Online Redaktion

Das Internet ist grausam. Derzeit stehen jugoslawische Musiker und ihr Art-Direktoren im Spott-Fokus. Zu Unrecht. Denn sie zeigten der Welt, wie man mit wenig Mitteln auf dicke Hose machen kann – lange vor den miezenbehangenen Hip-Hop-Stars der heutigen Zeit. Bad Taste Partys gab es noch nicht, Ironie darf als Motivationsgrund also ausgeschlossen werden. Für ein Cover waren sich die Damen und Herren meist selbst genug.

Missverstandene Albencover

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So hat es zum Beispiel Saban Bajramovic in die Liste der „ridiculous Yugoslav album covers“ geschafft. Der inoffizielle König der Roma-Musik. In seiner Heimatstadt Nis/Serbien steht sogar eine Bronzestatue von ihm.

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Tomislav Ivcic qualifizierte sich mit Schnauzbart und einem Klamottenmix aus Arzt und Judoka für die Liste. Nebenbei schrieb er 200 Songs, nahm 23 Alben auf und verkaufte 2,5 Millionen Tonträger. Er war ein großer Antikriegs-Aktivist und zog 1993 für die Kroatische Demokratische Partei sogar ins Parlament ein.

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Wer nackte Frauen unter Wasserfällen in Kameras hält kommt ebenfalls in die Geschichtsbücher jugoslawischer Albencover. Man könnte sich an Mija Aleksic aber auch erinnern, weil er einer der berühmtesten serbischen Schauspieler war. 14 Jahre (von 1951 bis 1965) war er Mitglied des Nationaltheaters. In dieser Zeit wurde er auch als bester Schauspieler ausgezeichnet.

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Das Foto von Zivan Saramandic hätte auf den ersten Blick stutzig machen müssen. Was ist das für Kopfbedeckung, woher kommt der erhabene Bart und warum schaut der Mann so böse? Die Antwort ist ganz klar: er war einer der besten Opernsänger ganz Jugoslawiens. Übrigens mit einem abgeschlossenen Studium in Wirtschaftswissenschaften.

Die Person lässt sich erklären, das Cover erhellt sich dadurch freilich nicht zwangläufig:

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Ein Roadsong aus dem ehemaligen Jugoslawien

Als Roadsong haben wir uns dann aber „Jo Jo“ Svetlana Miljus Cajka rausgesucht. Es ist das einzige Albencover mit einem Auto (wer das Modell erkennt, möge uns bitte erleuchten).

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Während der Wanderung durch das CD-Regal der Geschichte sind uns übrigens die olivengeölten Tanga-Krieger von Manowar aufgefallen… nur um das Thema „lächerliche Albencover“ zu einem Ende zu bringen:

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Mehr zum Thema
  • Günter S.

    Mit noch besseren Grüßen: NSU 1200

  • Luis G.

    Mit besten Grüßen: Moskwitsch 412.

    • Luis G.

      tatsächlich, kein Moskwitsch, dabei hätte das thematisch gut gepasst ..

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