Ohne Geld von Google keine Videos auf Youtube
 

Deutsche Musikindustrie bleibt im Streit mit Google hart

Sony Music Deutschland-Chef: „Wenn die Gema als Verwalter der Urheberrechte endlich einen Deal mit Google erreicht, dann wird Youtube eine für alle willkommene Plattform sein.“

23.03.2014 APA

Seit Jahren sind auf der Google-Videoplattform Youtube viele Musikvideos in Deutschland nicht verfügbar, weil der US-Konzern und die Gema über Abgaben streiten. Gestritten wird darüber, welche Abgaben Google bei Videos, zu denen keine Werbung angezeigt wird, an die Gema leisten muss. Nachgeben will die deutsche Musikindustrie nicht: Die Musikvideos ihrer Künstler blieben auf Youtube so lange gesperrt, wie der Mutterkonzern Google sich weigere dafür zu bezahlen, sagte der Chef von Sony Music Deutschland, Philip Ginthör, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ laut Vorabmeldung.

Sony Music-Chef: „Geschäftsmodell, das das Urheberrecht infrage stellt, ist ein No-Go“

„Alles, was in Frage stellt, dass Musiker von ihrer Kunst leben können, ist indiskutabel“, betonte der Musikmanager. Die Branche verlange einen fairen Anteil an den Werbeeinnahmen von Google. „Bei aller Liebe zur Innovation – der Künstler als kreativer Urheber hat ein Recht darauf“, sagte Ginthör. „Wenn die Gema als Verwalter der Urheberrechte endlich einen Deal mit Google erreicht, dann wird Youtube eine für alle willkommene Plattform sein. Jedes Geschäftsmodell, das prinzipiell das Urheberrecht infrage stellt, ist ein No-Go: Nicht mit uns!“

Mehr zum Thema
pixel