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Der Roadsong für das Wochenende: Jenny Wilson Opposition

Unser Musiktipp für das Wochenende ist Jenny Wilson mit Opposition. Schweden, du hast es eben besser.

10.04.2015 Online Redaktion

Zwei Kollegen fahren nächstes Wochenende nach Schweden. Mit diesem Roadsong soll Ihnen eine gute Fahrt gewünscht werden. Schweden hat eine feministische Protestmusikerin. Jenny Wilson. Anders als bei vielen ihrer Genossinnen steht aber nicht im Vordergrund, dass Feministin ist, sondern das sie gute Musik macht. Bei Pussy Riot beispielsweise lag der Schwerpunkt ganz klar auf dem Protest. Es ist eine fantastische Protestbewegung aber eine furchtbare Musikband.

Zorn und Kampf mit Rhymes und Drums

Jetzt also Jenny Wilson. Die wurde 2003 mit ihrer Band The Knife halbwegs bekannt. Der Synthie-Pop-Song „You take my breath away“ errang vor allem dank eines 80er-Jahre-Look Videos einige Berühmtheit. Seit 2005 ist Wilson als Solokünstlerin unterwegs. Mit der Süße und Unschuld ist es seitdem vorbei. Bei ihrem aktuellen Album („Demand the Impossible“) macht schon das düstere Cover klar, wo es hingeht. Zorn und Kampf mit Rhymes und Drums.

Wobei sie musikalisch ihren Wurzel nicht entkommt und das wahrscheinlich auch gar nicht möchte. Viele Beats sind sehr leichtgängig, obwohl sie knallharte Botschaften raushaut. Titel Wie „Wanna have it all“ oder „Battle with god“ machen klar, dass Kompromissbereitschaft nicht ihre Stärke ist. Mit dem Song „Opposition“ wagt sich Jenny Wilson musikalisch am weitesten nach vorne. Sie bedient sich süchtig machender Percussion und flüstert phasenweise fast. Jedes Instrument, jeden Kniff kennt man schon von irgendwo, aber das Gesamtwerk klingt trotzdem wie ein Erstschlag.

Wir wünschen gute Fahrt mit Jenny Wilson Opposition

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