Das Lexus-Hoverboard ist fertig… und es funktioniert!

Lexus zeigt sein schwebendes Skateboard erstmals im Einsatz – und es sieht spektakulär aus.

05.08.2015 Online Redaktion

Mit seinen „Zurück in die Zukunft“-Filmen hat Robert Zemeckis dem Kinopublikum in den 1980er Jahren einen Floh ins Ohr gesetzt, der die Menschen bis heute nicht loslässt: Hoverboards. Der Wunsch nach einer realen Version des knapp über dem Boden schwebenden Skateboards, mit dem Marty McFly im zweiten Teil der Filmreihe vor seinen Verfolgern flieht, ist auch 30 Jahre später noch ungebrochen. Trotz zahlreicher Versuche und Prototypen ist es bis dato aber niemandem gelungen, ein zufriedenstellendes und authentisches Hoverboard-Erlebnis zu schaffen. Bis Lexus das Ruder in die Hand nahm und ein Hoverboard entwickelte, das nicht nur ziemlich schick aussieht, sondern – wie ein neues Video zeigt – auch ziemlich gut funktioniert.

Tricks mit dem Hoverboard

Ein erstes Teaser-Video zu seinem Hoverboard hat der Autobauer bereits im Juni veröffentlicht. Nun zeigte Lexus sein schwebendes Skateboard erstmals auch im Einsatz: Profi-Boarder Ross McGouran dufte das Hoverboard in einem eigens errichteten Skatepark in Barcelona ausgiebig testen. Er grindete damit über ein Geländer, pflügte durchs Wasser und sprang zu guter Letzt sogar über ein klassisches Lexus-Modell mit 4 Rädern (GS F).

Mini-Magnetschwebebahn

Wie aber funktioniert das Ganze? Im Prinzip ist das Lexus-Hoverboard eine handliche Magnetschwebebahn. Das Board selbst beinhaltet supraleitendes Material, das in zwei so genannten „Kryostaten“ auf einer Temperatur von minus 197 Grad Celsius gehalten wird. Die Kühlung erfolgt durch flüssigen Stickstoff, der auch für die Rauchschwaden verantwortlich ist, die das Hoverboard permanent umgeben. Um schweben zu können, muss das Hoverboard über einer magnetischen Bahn platziert werden. Dr. Oliver de Haas, Mitentwickler des Lexus-Hoverboards, erklärt: „Das Magnetfeld der Bahn ist praktisch in die Supraleiter im Board eingefroren und hält so einen festen Abstand zwischen Board und Bahn – wodurch das Board schwebt. Diese Kraft ist so stark, dass man darauf stehen oder sogar springen kann.“

Eigens gebauter „Hoverpark“

Da kein Skatepark der Welt über eine unterirdische magnetische Bahn verfügte, musste Lexus sich erst einen bauen. Der Luxus-Autobauer errichtete seinen „Hoverpark“ in Cubelles, Barcelona. Er basiert auf einem 200 Meter langen Netz aus magnetischen Schienen, die das Hoverboard durch die Halfpipe, über das Geländer und zur Sprungschanze leiten. Das Board bewegt sich stets auf den vorgefertigten Bahnen, der Skater selbst kann es nicht steuern.

Der Lexus-„Hoverpark“ in Barcelona

Übung macht den Meister

Wäre kein Skatepark über die Schienen gebaut worden und könnte Ross McGouran noch nicht so richtig mit dem Hoverboard umgehen, sähe das Ganze übrigens so aus:

In einem kurzen Video gibt Lexus einen Überblick über die Entwicklungsstadien des Hoverboards:

Keine Hoverboards für die Massen

Auf den Markt bringen wird Lexus sein Hoverboard übrigens nicht. Die meisten von uns könnten auch nicht viel damit anfangen – immerhin braucht es ein unterirdisches Magnetschienennetz, um zu funktionieren. Also bleibt uns nichts weiter, als uns an den spektakulären Bildern zu erfreuen, bis endlich einmal jemand ein alltagstaugliches Hoverboard erfindet. Vielleicht dann zum 40 Jahres-Jubiläum von „Zurück in die Zukunft“.

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