Infrastruktur­minister 
Jörg Leichtfried.
Infrastruktur­minister Jörg Leichtfried.
 

Das fast geführte Interview mit Jörg Leichtfried

Heute: Infrastrukturminister Jörg Leichtfried über die von ihm geplante Einführung von Alkolocks in Österreich.

19.10.2016 Autorevue Magazin

Herr Minister Leichtfried, seit Jahren klappt es nicht mit dem Alkolock. Jetzt stoßen auch Sie auf den Widerstand des Koalitionspartners.
Die ÖVP will nur strafen, wir wollen erziehen. Die Menschen sollen auch was lernen.

Was lernt man denn dabei? Sich betrunken ins Auto zu setzen, in den Alkolock zu pusten und enttäuscht wieder auszusteigen, weil das Auto nicht fährt?
Ja, genau. Ist doch positiv.

Und wenn einer seinen fünfjährigen Sohn hineinpusten lässt?
Ich bitte Sie, wer wird denn so was machen?

Na jeder, der einen fünfjährigen Sohn hat.
Okay, aber so viele sind das nicht. Die Bevölkerung wird ja immer älter.

Man könnte auch seinen Hund ins Gerät atmen lassen.
Na gut, das könnte passieren. Es könnte auch passieren, dass einer gleich seinen Hund fahren lässt. Es gibt halt nicht gegen alles ein Kraut.

Apropos Kraut. Wird’s auch einen Smokelock geben?
Der ist so gut wie beschlossen. Rauchen am Steuer, ungeheuer!

Was kommt noch?
Essen am Steuer zum Beispiel. Ist total gefährlich. Riecht’s im Auto nach Leberkässemmel, bleibt es sofort stehen.

Was ist mit reden?
Lenkt den Fahrer ab, richtig. Wir denken darüber nach, generell den Beifahrer zu verbieten.

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