© Bild: DANIEL KARMANN / EPA / picturedesk.com
Der Drogenhandel im Darknet floriert.
 

„Darknet“ als Herausforderung für die Polizei

Österreich federführend im Kampf gegen Drogenhandel im „dunklen Netz“

25.06.2014 APA

Der Drogenhandel im Internet, konkret im verschlüsselten und anonymisierten Netzwerk „Darknet“, gerät zunehmend ins Visier der internationalen Ermittler. Über das Netzwerk werden illegale Waren wie Drogen, Waffen und Kinderpornografie gehandelt. Beim Kampf gegen diese Aktivitäten im „dunklen Netz“, insbesondere den Drogenhandel, sei Österreich federführend, hieß es am Mittwoch bei der Abschlusskonferenz des seit 2006 laufenden polizeilichen Balkan-Drogen-Projekts in Bad Erlach/NÖ. Es gebe auch bereits erste Erfolge.

Österreich federführend im Kampf gegen Drogenhandel im Darknet

„Darknet“ sei „eine Herausforderung für die Polizei in jedem Staat“, betonte Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamtes, in einem Pressegespräch. Das von der EU-Kommission bereits genehmigte Projekt „Darknet – Joint investigations to combat drug trafficking via the virtual market within and also into the EU“ sehe Österreich federführend und Deutschland als Partner. Beide Länder wollen diese spezielle Kriminalitätsform gemeinsam bekämpfen.

Bedeutende Verhaftungen dank österreichischer Mithilfe

Drogenhändler würden via „Darknet“ in wenigen Monaten Millionen Euro umsetzen, erläuterte Thomas Dorner vom Bundeskriminalamt. Einträge, wonach sie „nicht mehr als 200 Pakete pro Tag verschicken“ könnten, würden das unterstreichen. Ermittlungen österreichischer und deutscher Behörden hätten bereits dazu geführt, dass die drei größten „Silk Road“-Händler weltweit verhaftet worden seien. Das neue Projekt starte offiziell im Frühjahr 2015, was jedoch nicht heiße, dass nicht auch jetzt schon gearbeitet werde, wurde in Bad Erlach betont.

Mehr zum Thema
pixel