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Was passiert mit den Daten, wenn der Cloud-Anbieter Insolvenz anmeldet?
 

Cloud: Wenn der Anbieter Insolvenz anmeldet

Das erschreckende Ergebnis des Hasso-Platter-Instituts: Bei keinem der geprüften Anbieter ist vertraglich geregelt, was eine Insolvenz des Providers für die Daten des Kunden bedeutet.

07.03.2014 APA

Die Floppy-Disk ist längst aus dem Gedächtnis vieler verschwunden – oder nie bewusst dort angekommen – externe Festblatten und USB sind irgendwie auch schon angestaubt, seit längerem sind Cloud-Speichersysteme das Nonplusultra für den Austausch oder die Sicherung von Daten. Doch was passiert mit meinem Speicherplatz und vor allem mit meinen Daten, wenn der Anbieter Insolvenz anmeldet?

Hasso-Platter-Institut vergleicht Anbieter

Das erschreckende Ergebnis einer Studie: Bei keinem der geprüften Anbieter ist vertraglich geregelt, was eine Insolvenz des Providers für die Daten des Kunden bedeutet, ergab eine Studie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) für Softwaresystemtechnik.

Das Ergebnis der Studie

Die Experten fanden unter den getesteten Angeboten keines, das pauschal für alle Einsatzmöglichkeiten zu empfehlen wäre. Unterschiede gibt es den Angaben zufolge unter anderem bei der Verschlüsselung der hinterlegten Daten sowie bei der Frage, ob ein Nutzer nach Vertragsende noch Zugriff auf die abgelegten Informationen hat. Zudem variierten die Zeiten für das Hinauf- und Herunterladen der Dateien stark.

Veröffentlichung anlässlich der CeBIT

Das Institut veröffentlichte den technischen Bericht anlässlich der Computermesse CeBIT, die am Sonntagabend in Hannover eröffnet wird. Es verglich etablierte Anbieter von Cloud-Speicherdiensten wie Amazon S3, Google Cloud Storage, Microsoft Windows Azure BLOB Storage, HP Cloud Object Storage und Rackspace Cloud Files. Untersucht worden sei auch der Anbieter Nirvanix Public Cloud Storage, der allerdings im Herbst 2013 Insolvenz angemeldet habe, erklärte das Institut.

Cloud-Speicherung als wichtiges Thema

Die sichere Speicherung großer Datenmengen auf Servern im Internet, sogenannten Clouds, wird ein wichtiges Thema der Computermesse CeBIT sein. Zur Eröffnung am Sonntagabend kommt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem britischen Premierminister David Cameron, der das diesjährige Cebit-Partnerland vertritt.

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