Chris Garneau
Chris Garneau
 

Chris Garneau: El Radio

Chris Garneau hat den ganzen Saal verzaubert. Mucksmäuschenstill war es.

30.01.2013 Autorevue Magazin

Chris Garneau. Eine Begegnung, wie man sie nicht oft hat im Leben: Fast schüchtern kam der Junge auf die Bühne, setzte sich ans Klavier und sang mit weicher Stimme, von der man bei geschlossenen Augen nicht sagen konnte, ob sie einem Mann oder einer Frau gehört, einen Abend lang zarte, langsame, sagenhaft fragile Lieder, eines auch auf Französisch, weil er, der in Boston geboren war und jetzt in New York lebt, einmal auch länger in Paris war. Das war beim Blue Bird Festival im Wiener Porgy&Bess. Chris Garneau hat den ganzen Saal verzaubert. Mucksmäuschenstill war es. Auf seiner letzten CD, die El Radio heißt, tritt der Liedermacher melodiemäßig etwas heiterer auf, begleitet von Streichern, Akkordeon, Glockenspiel (Cats and Kids), Löffelpercussion (Fireflies) und zartem Schlagwerk (Pirates Reprise), das Klavier bleibt aber sein Hauptpartner, und man hört, wie sehr Garneau das Musiktheater liebt. Was er noch liebt: Lampenschirme. Damit das auch gesagt wäre.

(Fargo/Indigo)

 

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