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Blackphone stellt abhörsicheres Smartphone vor

Das Gerät soll ab Sommer für 460 Euro erhältlich sein und verschlüsselte Kommunikation für Verbraucher einfacher machen.

24.02.2014 APA

Gut ein Jahr nach den ersten Enthüllungen über NSA-Spionage soll im Sommer ein weitgehend abhörsicheres Smartphone auf den Markt kommen. Das Gerät des Herstellers Blackphone wird mit einem Dienst zum verschlüsselten Telefonieren, sicheren Speichern von Daten und geschützten Surfen im Internet angeboten. „Wir sehen das als richtungsweisend“, sagte Blackphone-Manager Toby Weir-Jones am Montag bei der Vorstellung des Geräts auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Abhörsicheres Smartphone soll rund 460 Euro kosten

Das Handy soll gut 630 Dollar (460 Euro) kosten und weltweit einsetzbar sein. Im Kaufpreis sind mehrere Verschlüsselungsdienste für zwei Jahre enthalten. Dazu gehört die App Silent Circle, die verschlüsseltes Telefonieren und Austauschen von Textnachrichten ermöglicht. Blackphone ist eine Kooperation von Silent Circle und Geeksphone.

Blackphone will verschlüsselte Kommunikation einfacher machen

Zwar könne auch das Blackphone seine Nutzer nicht vor den Möglichkeiten eines Geheimdienstes wie der NSA schützen, sagte Weir-Jones. Doch das Handy soll verschlüsselte Kommunikation für Verbraucher einfacher machen. „Wir wollen davon hunderttausende Stück verkaufen.“ Komplett verschlüsselte Kommunikation bieten bisher vor allem hochpreisige Smartphones, die von Regierungen oder Unternehmen eingesetzt werden. Allerdings funktioniert die verschlüsselte Kommunikation über Silent Circle nur, wenn der Gesprächspartner die App ebenfalls einsetzt.

Blackphone läuft mit adaptiertem Android-Betriebssystem

Das Blackphone-Betriebssystem basiert auf Googles Android. Allerdings wurden mehrere Grundeinstellungen angepasst, um sie Datenschutz-freundlicher zu gestalten. Zugriffsberechtigungen für Apps können einzeln eingestellt werden, sagte Weir-Jones. Ein SIM-Lock, der das Gerät an einen bestimmten Anbieter bindet, gibt es nicht. Das Gerät kann von sofort an online vorbestellt werden, im Juni sollen die ersten Handys ausgeliefert werden. Ein erster Mobilfunkpartner ist der niederländische Anbieter KPN.

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