Bitcoin Münzen
Die Klage gegen die Bitcoin-Börse Mt. Gox wurde ausgeweitet.
 

Bitcoin-Insolvenz weitet sich aus

Die japanische Bank „Mizuho profitierte von dem Betrug“, heißt es in der Anklageschrift. Auch kanadische Bitcoin-Händler reichten gegen Mt. Gox und Mizuho eine Sammelklage ein.

17.03.2014 APA

Die Pleite der Bitcoin-Börse Mt. Gox zieht weitere Kreise, die Klage wurde auf die japanische Großbank Mizuho ausgedehnt. Dem Kreditinstitut wird vorgeworfen, den ehemaligen weltgrößten Handelsplatz für die Internet-Währung beim Betrug unterstützt zu haben, wie aus der am Freitag ergänzten Sammelklage vor einem Gericht in Chicago hervorgeht.

Bank profitiere vom Betrug

Die Bank habe Gelder ihrer Kunden nicht vom Kapital der japanischen Bitcoin-Börse getrennt und durch ihr Verhalten die Verluste der Bitcoin-Kunden vergrößert. „Mizuho profitierte von dem Betrug“, heißt es in der Anklageschrift. Auch kanadische Bitcoin-Händler reichten gegen Mt. Gox und Mizuho eine Sammelklage ein.

Knapp 500.000.000 Dollar Verlust durch Hackerangriff

Mt. Gox hatte Ende Februar das Aus verkündet. Die Börse gab an, durch einen Hackerangriff um Bitcoins und Barmittel im Wert von fast einer halben Milliarde Dollar gebracht worden zu sein. Der Fall war ein schwerer Schlag für die Internetwährung, die im vergangenen Jahr einen Siegeszug mit extremen Kurssteigerungen erlebt hatte. Die Währung ist rein virtuell und kann an speziellen Börsen in reales Geld getauscht werden. Es steht aber keine Regierung oder Zentralbank für die Cyber-Währung ein.

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