Strubreiter Austin Blog
Zwei heute schon seltene Utensilien, am Heimweg oft untrennbar verbunden.
 

Austin Powers – Teil eins

Wie man einen Austin anmeldet. Oder auch nicht.

07.03.2011 Autorevue Magazin

Dienstag:
Was so alles passiert, während ich am Straßenrand stehe: Viele Autos fahren vorbei; bei der Typisierungsstelle verpufft mein Termin zur Oldtimertypisierung höchst ungenutzt; meine Freundin findet auf­munternde Worte am Telefon; mein Vater findet ein Abschleppseil in meiner Garage und den Weg zu mir; ich finde zwischenzeitlich Trost in der wunderbaren Club­zeitung des Landcrab Owners Club International: eine ganze Seite mit Lucas „Prince of Darkness“ Witzen (für die Jüngeren: eine seltsamer­weise noch immer existente ­britische Firma, die bis heute als Erfinder elektrischer Finsternis gilt), zum Beispiel: „A Lucas Switch has three positions: smit, smoulder and ignite.“

Donnerstag:
Schmutzbrösel wieder aus dem Austin-Vergaser geblasen. Bei der diesmaligen Probefahrt rolle ich immerhin schon direkt vor der Gartentür aus, was den Heimtransport drastisch erleichtert.

Samstag:
Genaue Ursachenforschung ergibt: Ich bin die Blonde aus dümmlichen Stammtischwitzen. Wer kann bei theoretisch halb vollem Tank und auf halb pendelnder Tankuhr auch ahnen, dass das Benzin über den Winter ausgeronnen ist? Ich jedenfalls nicht (und die Tankuhr auch nicht).

Sonntag:
Öffnen eigener Augen führt zu der Erkenntnis, dass die Weltherrschaft perfekt zwischen Nacktschnecken (Freiluft) und Mardern (vor allem Oldtimer-Abstell­plätze) aufgeteilt ist. Sind Schnecken somit die Marder der Wiesen, nur langsamer? Sind Marder die Schnecken der Hohlräume, nur pelziger? Was kommt raus, wenn sich die verbünden? Würden sie eventuell auch die politische Verantwortung für die nächste Panne mit dem Austin übernehmen? Zu welchen Teilen?

Mittwoch:
Ein Ereignis, mit dem niemand rechnen konnte: Von einer Ausfahrt mit dem Austin erstmals AUS EIGENER KRAFT wieder heimgekommen. (Ja, ­tatsächlich seine Kraft.)

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