Marina Towers in Chicago.
Marina Towers in Chicago.
 

Aus dem Archiv: Ein Stunt aus „The Hunter“

The Hunter war der letzte Film mit Steve McQueen. Für diesen Streifen musste ein Wagen aus dem 17. Stock eines Parkhauses fliegen.

28.05.2015 Online Redaktion

Reifen quietschen, Blech verformt sich, hektisch werden Lenkräder herum gerissen. Es geht um Leben und Tod. Der Bösewicht rast in einem grünen 1980er Pontiac Grand Prix durch die Spindel eines gigantischen Parkhauses in Chicago – die Marina Towers. Stockwerk um Stockwerk schraubt er sich nach oben. Bis zu 65 Stundenkilometer zeigt der Tacho an.

Sprung aus dem 17. Stock

Die Gasstellung wird fixiert, der Pontiac schießt durch eine gefälschte Barriere aus Holz und landet etwa in der Mitte des Chicago Rivers. Als er aufschlägt klingt es, als wäre eine Bombe explodiert. Sechs Kameras nehmen den Stunt auf. Sechs Kameras zeichnen den Stund auf, darunter auch die des Hubschrauber-Teams von dem dieses Foto stammt (geschossen von Chuck Kirman für die Chicago Sun-Times).

Steve McQueen Stunt Chicago
© Bild: Chuck Kirman/Chicago Sun-Times 1979

Der Aufprall des Fahrzeugs war so stark, dass das Drehbuch geändert werden musste. Denn ursprünglich hätte der Bösewicht namens Bernardo den Stunt überleben sollen. Etwas, das kein Zuseher geglaubt hätte. Weder die Kinobesucher (der Film spielte rund 16 Millionen Dollar ein) noch die rund 1.500 Zuschauer, die vor Ort waren.

Der letzte Film von Steve McQueen

The Hunter (deutscher Titel: Jeder Kopf hat seinen Preis) war Steve McQueens letzter Film. Noch während den Dreharbeiten (der Stunt wurde am 21. September 1979 gedreht) wurde bei ihm Brustfellkrebs diagnostiziert. McQueen starb am 7. November 1980 an einem Herzinfarkt nach einer Operation im Alter von 50 Jahren.

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