Android Robotermännchen vor der Google-Zentrale
Google und Audi wollen künftig kooperieren.
 

Kooperation zwischen Google und Audi geplant

Die Unterhaltungs- und Informationssysteme in Audi-Fahrzeugen sollen zukünftig mit dem Betriebssystem Android ausgestattet sein.

30.12.2013 APA

Der US-Technologieriese Google und der zum VW-Konzern gehörende Autobauer Audi stehen vor einer gemeinsamen Kooperation. Künftig sollen die Unterhaltungs- und Informationssysteme in Audi-Fahrzeugen mit dem Betriebssystem Android ausgestattet sein, so das „Wall Street Journal“ (Montag) unter Berufung auf informierte Personen.

Von Audi noch kein Kommentar

Google und Audi wollten die Kooperation kommende Woche auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas präsentieren, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Audi wollte den Bericht nicht kommentieren.

Android soll sich am Automarkt durchsetzen

Das Vorhaben sei Teil einer größeren Bewegung, die Android im Auto etablieren wolle, schrieb die Zeitung. Weiterer Teilnehmer dieser Allianz sei der Chip-Spezialist Nvidia. Auf Fachmessen wie der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA waren bereits diverse Prototypen von Cockpit-Elektronik auf Android-Basis zu sehen. Der große Vorteil für Nutzer von Android-Geräten wäre ein direkter Zugriff auf Dienste und Informationen in ihren Smartphones sowie eine gewohnte Bedienung.

80 Prozent der Smartphone mit Android

Android dominiert im Smartphone-Markt mit einem Marktanteil von zuletzt rund 80 Prozent. Google will die Software aber auch zur Plattform zum Beispiel für vernetzte Haustechnik machen.

Der Konkurrent Apple

Apple arbeitet ebenfalls daran, seine iPhones besser im Auto einzubinden. Seit vergangenem Jahr handelte der Google-Rivale Vereinbarungen für eine vertiefte Integration seiner Geräte und Dienste unter anderem mit General Motors, Daimler und BMW aus.

Geben und Nehmen

Dabei geht es zum einen darum, dass Apple-Dienste wie der sprechende Assistent Siri direkt über die Auto-Systeme erreichbar sind. So bekommen Lenkräder eine Taste, die Siri aktiviert. Zum anderen kann das Auto aber auch auf Dienste aus dem iPhone wie Apple-Karten zugreifen, die dann auf dem Display des Fahrzeugs angezeigt werden.

Blackberry muss zittern

Ein breit angelegter Vorstoß von Android ins Auto wäre eine weitere schlechte Nachricht für den Smartphone-Pionier Blackberry. Ihm gehört das Betriebssystem QNX, das bisher oft in der Autoelektronik zum Einsatz kam. Im Smartphone-Geschäft verlor Blackberry zuletzt massiv Marktanteile, QNX gilt als einer der Stützpfeiler für die Zukunft.

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