Arcade Fire Reflektor David Bowie
Angeblich kann man zu Arcade Fire jetzt tanzen.
 

Arcade Fire – Reflektor

Mich würde interessieren, wie meine Kollegen tanzen. Aber gut. Arcade Fire ist mit Reflektor wieder da und sofort ein Roadsong-Tipp.

28.10.2013 Online Redaktion

Arcade Fire habe sich mit Reflektor – ihrem aktuellen und vierten Album – auf den Weg gen Tanzfläche gemacht. Schreiben die anderen. Aha. Also entweder meine Kollegen tanzen so ganz anders als ich oder aber der Weg zur Tanzfläche ist ein extrem langer. Denn nur weile Band verstärkt auf Elektrosounds setzt, was Arcade Fire auf dem neuen Album tut, ist es noch lange keine klassische Disco-Musik.

Den Tanzabend der Kollegen kann ich mir sehr gut vorstellen. Zweihundert Menschen, die alle Arcade Fire schon kannten, bevor es die überhaupt gab, stehen zusammen und wiegen sich hin und her. Alle tragen große, schwarze Hornbrillen. Die Frauen haben übertrieben viel roten Lippenstift drauf, die Männer haben V-Neck und so einen Lumpen-Schal wie in Brad Pitt in World War Z hat. Männer wie Frauen haben extrem viel Zeit investiert um so auszuschauen, als hätten sie in ihren Auftritt keine Zeit investiert. Es wird Gin Tonic getrunken.

 

Arcade Fire Reflektor David Bowie

D – I – S – C – O

Aber für die Einschätzung der Kritiker kann die Band ja nichts. Arcade Fire ist mit einem tollen neuen Album zurück. Ein Album, das trotz opulenter Sounds und anspruchsvoller Texte durchs Gehirn schwingt wie ein Frühlingswind. So man mit sakralem Technosound etwas anfangen kann.

Auf Reflektor gibt es keinen eigentlichen Anspieltipp. Es ist kein Song dabei, den man sich gemütlich nebenbei (beim Tanzen… höhö) mal eben reinziehen kann. Wir haben uns aber für den Namensgeber des Albums entschieden, weil hier David Bowie mitwirkt. Und weil im grenzgenialen Video ein Discokugel-Mann mitspeilt. Hoffentlich ein Modetrend der sich durchsetzt.

Arcade Fire – Reflektor:

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