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5 % der Android-User von Heartbleed betroffen

Vor allem Besitzern eines HTC-Smartphones blutet das Herz – die Hälfte der betroffenen Geräte kommt von dem taiwanesischen Hersteller

17.04.2014 Online Redaktion

Die Software-Sicherheitslücke „Heartbleed“ verbreitet seit Anfang vergangener Woche Unruhe im Internet. Die „Heartbeat“-Erweiterung für die Verschlüsselungsprotokolle TLS und DTLS, die dazu dient sichere Verbindungen aufrecht zu erhalten, hat sich als angreifbar herausgestellt. Obwohl nicht klar ist, wie oft die Sicherheitslücke ausgenützt worden ist, müssen Userinnen und User betroffener Webseiten um ihre Daten – Benutzer, Passwörter, etc. – fürchten.

Kostenlose App zur Überprüfung des Sicherheitsrisikos

Aber wer ist überhaupt betroffen? Lookout präsentierte nun eine App, mit der Android-User überprüfen können, ob auf ihrem Gerät ein Sicherheitsrisiko vorliegt. Der Heartbleed-Detector überprüft, ob „Heartsbeats“ aktiviert ist und informiert die User über den Status ihres Smartphones oder Tablets. Behoben werden die Sicherheitslücken aber nicht.

4,82 Prozent aller Android-Geräte betroffen – am meisten in Deutschland

363.000 Mal wurde die App innerhalb von 5 Tagen heruntergeladen. Dabei besteht die Möglichkeit, seine Daten mit Lookout zu teilen, um eine statistische Analyse des Problems zu ermöglichen. Aus 102.000 gesammelten Datensätzen ergab sich, dass 4,82 Prozent aller Android-Geräte betroffen sind. Das variiert in den einzelnen Ländern sehr stark: In den USA sind es nur 3,03 Prozent der überprüften Geräte, in Deutschland hingegen satte 8,56 Prozent.

HTC-Geräte besonders oft infiziert

Ein weiteres interessantes Detail liegt darin, welche Geräte betroffen sind: Die Hälfte davon kommt aus der Schmiede des taiwanesischen Herstellers HTC. Am häufigsten sind Besitzerinnen und Besitzer eines – in Europa nicht erhältlichen – HTC Evo 4G betroffen, gefolgt von dem HTC One X sowie dem HTC One S.

Der Lookout Heartbleed-Detector ist kostenlos erhältlich.

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