Mit Bruce Dickinson ist Iron Maiden nicht mit dem schlechtesten der fast 40-jährigen Bandgeschichte am Start. © Bild: Ariel Marinkovic / EPA / picturedesk.com
 

10 Jahre Nova Rock: Genre-Gemisch im Burgenland

Slayer, Iron Maiden, Balck Sabbath und David Hasselhoff – das Nova Rock wird mit dem Alter auch nicht ruhiger.

21.05.2014 Online Redaktion

Von 13. bis 15. Juni ist es wieder so weit – das Nova Rock lockt zehntausende physisch und psychisch belastbare Freunde lauter Melodien auf die Pannonia Fields in Nickelsdorf. Und es wird ein besonderes Nova Rock: Die österreichische Festival-Institution feiert ihren 10. Geburtstag. Und das bestimmt nicht leise. Zum Jubiläum lassen sich die Veranstalter erwartungsgemäß nicht lumpen und bringen internationale Größen verschiedenster Genres ins beschauliche Burgenland. Dabei wurden die einzelnen Acts strategisch durchaus geschickt platziert – nicht etwa, dass den Freunden klassischen Metals ein Tag gewidmet würde, den soften Rockern ein anderer und den genretechnisch nicht gar so strengen Gassenhauer-Fans der dritte – nein, es ist alles bunt gemischt und gut über drei lange Tage verteilt, damit man auch ja nicht auf die Idee kommt, einmal nicht an die Grenzen des körperlich machbaren zu gehen und etwa früher als ganz am bitteren Ende nach Hause zu fahren.

Freitag: Slayer, The Prodigy, Volbeat, Limp Bizkit

So sind mit Slayer, The Prodigy, Volbeat und Limp Bizkit bestimmt nicht alle Highlights des ersten Tages jedermanns Sache. Nachdem die ehemals großartigen Trash Metal Superstars Slayer im Vorjahr nicht nur ihren Schagzeuger Dave Lombardo durch interne Streitigkeiten, sondern auch ihren Gitarristen Jeff Hannemann, der im Alter von 49 Jahren an Leberversagen verstarb, verloren haben, wird dieser Auftritt aber kein Muss (die beiden anderen beim diesjährigen Nova Rock vertretenen großen Trash Metal Bands Anthrax und Megadeth spielen übrigens am Samstag bzw. Sonntag auf). Mit Casper, Sepultura und Steel Panther wird der Freitag endgültig zu einem Tag, der zum Start des Festivals Potential hat, Menschen mit jedweder musikalischer Orientierung die Energie für das restliche Wochenende auf einmal zu verbrennen.

Samstag: Rap, Metal, Pop-Rock und David Hasselhoff

Der Samstag wird nicht minder fordernd: Deutscher Sprechgesang und wummernde Bässe von K.I.Z., Seeed und Samy Deluxe sind nicht unbedingt die ideale Vorbereitung für Headliner Iron Maiden, Anthrax und Rob Zombie schon eher, und während friedlichen Klängen von Mando Diao und Sunrise Avenue bleibt immerhin noch ein bisschen Zeit für Powernapping. Denn der Samstag wird lang: Wer es nach zwei Tagen Festival noch nicht geschafft hat, sich komplett zu vernichten, wird das spätestens beim Late Night 80s Special mit David Hasselhoff samt K.I.T.T. tun müssen.

© Bild: Ariel Marinkovic / EPA / picturedesk.com

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Sonntag: Beats, Bier, Black Sabbath

Und auch am Sonntag gibt’s keine Ruhe: Unbarmherzig werden die mittlerweile völlig enkräfteten Besucher von lauten Beats (Fettes Brot), fetten Riffs (Uncle Acid and The Deadbeats, Megadeth) und mehr oder weniger launigem mehr oder weniger Punk Rock (Bad Religion, The Offspring, Dropkick Murphys) über die Pannonia Fields gepeitscht, um beim endlich letzten Headliner des Nova Rock Jubiläums – Black Sabbath – zum Erliegen zu kommen.

Gute Unterlage

Und jetzt mal zu den wirklich wichtigen Dingen: Am Donnerstag gibt’s zur Feier des 10-jährigen Bestehens Begrüßungsfreibier oder -wasser (ha, ha), während des gesamten Festivals werden die Besucher von regionalen Köstlichkeiten aus dem Burgenland vor dem endgültigen Verfall bewahrt. Festivalpässe sind ab 126 Euro zu haben. Alle Infos und Aktualitäten gibt’s hier zum detailliertesten Nachlesen.

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