Warum man NICHT mit hochgeklappter Ladefläche fahren sollte

Ein Riesen-Muldenkipper demonstriert auf einer saudischen Autobahn, warum das Fahren mit hochgeklappter Kippbrücke zwar prinzipiell, aber garantiert nicht lange gutgehen kann.

20.08.2015 Online Redaktion

Dem Fahrer dieses riesigen Muldenkippers kann man eigentlich nur eines unterstellen: Absicht. Denn selbst dem zerstreutesten, schusseligsten, gedankenverlorensten Menschen der Welt wäre beim Einsteigen in sein Fahrzeug aufgefallen, dass die Ladefläche nach oben gekippt ist. Immerhin ist sie nicht bloß leicht geneigt, sondern ragt in einem guten 45 Grad-Winkel gen Himmel.

Nicht bemerken nicht möglich

Und gesetzt den Fall, die Ladefläche hätte sich beim Einsteigen noch an ihrem rechtmäßigen Platz befunden und wäre erst während der Fahrt nach oben gekippt, hätte die Person hinterm Steuer es trotzdem bemerken müssen. Komplett entgleister Schwerpunkt, laute Geräusche, pfeifender Wind und so. Ihr seht also: Es muss dem Fahrer aufgefallen sein. Angehalten hat er trotzdem nicht. Es mussten erst ein paar Straßenschilder ihr Leben lassen, bevor das seltsame Gefährt gestoppt werden konnte.

Warum? #2

Und: Warum der kleine weiße Pick-up dem Muldenkipper so dicht auf den Fersen bleibt, können wir auch bestenfalls nur raten. Denn man sollte meinen, dass die hochgeklappte Kippbrücke eine Aura von Unzurechnungsfähigkeit ausstrahlt, die deutlich genug ist, um andere Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung eines gewissen Sicherheitsabstandes zu bewegen. Aber nein. Theorie 1: Die ganze Aktion war geplant, und in dem Pick-up befand sich der Kameramann, der sie mitfilmen sollte. Theorie 2: Die ganze Aktion war nicht geplant, aber die Insassen des Pick-ups sind notorisch neugierig und warfen daher aller Sicherheitsbedenken über Bord. Siehe „Neugier tötet die Katze.“ Theorie 3: Der Fahrer des Pick-ups leidet unter der selben mysteriösen Krankheit wie der des Muldenkippers: Einer unerklärlichen Blindheit gegenüber riesenhaften hochgeklappten Ladeflächen.

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