Sebastian Vettel ist Fluch-Weltmeister

Nach dem Doppel-Crash mit Daniil Kwjat und seinem darauffolgenden Aus in der ersten Runde bewies Ferrari-Pilot Vettel beim Grand Prix von Russland, wie weltmeisterlich er fluchen kann.

02.05.2016 Online Redaktion

Der Grand Prix von Russland war für Sebastian Vettel schnell vorbei. Nach Problemen mit der Elektronik und einem Getriebewechsel samt Strafversetzung um 5 Ränge musste der Deutsche eine Aufholjagd von Platz 7 versuchen – wurde aber sogleich von Daniil Kwjat eingebremst.

Doppel-Schubser von Kwjat

Der russische Red Bull-Pilot verbremste sich in der zweiten Kurve und schob Vettels Ferrari von hinten an. Dieser wiederum touchierte Daniel Ricciardos Red Bull, bevor er in der dritten Kurve erneut einen kräftigen „Schubs“ von Kwjat mitbekam und in der Boxenmauer endete. Das Rennen war für Vettel zu Ende, noch bevor es richtig begonnen hatte.

„F-Frequenz“ von 1 alle 2,167 Sekunden

Auch wenn die Chancen des Deutschen, in der laufenden Saison seinen fünften Formel 1-Weltmeistertitel einzufahren, nach der zweiten Nullnummer in 5 Rennen gen 0 gehen: In einer weiteren Disziplin hat sich Vettel nach dem Aus in Russland meisterhaft geschlagen. Über Boxenfunk ließ der Ferrari-Pilot eine 13-sekündige Schimpftirade los, in der er ganze 6 Mal das „F-Wort“ benutzte. Das bedeutet eine „F-Frequenz“ von 1 alle 2,167 Sekunden und ist jedenfalls rekordverdächtig!

Konflikt in China

Ein solcher Ausbruch kommt insbesondere bei Friendly Vettel nicht von ungefähr. Neben dem wirklich ärgerlichen Zwischenfall in Russland hat wohl auch eine Auseinandersetzung zwischen Vettel und Kwjat beim Grand Prix von China zur Verärgerung des Deutschen beigetragen; der Russe wollte Vettels Standpauke nach einem Zwischenfall in der ersten Runde partout nicht ernst nehmen.

Kwjat entschuldigte sich

Für die Aktion in Russland hat Kwjat sich aber mittlerweile entschuldigt. Er nahm die Schuld an Vettels Crash auf sich und wolle aus seinem Fehler lernen, so der Red Bull-Pilot. Aber: „Er hat sehr hart gebremst, und ich entschuldige mich natürlich, aber ich habe das nicht kommen gesehen.“

Mercedes-Doppelsieg, Räikkönen Dritter

Nachdem Kwjat in Russland ans Ende des Klassements zurückversetzt wurde, musste sich der 22-jährige mit dem 15. Platz zufriedengeben.  Auch sein Red Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo kam nicht über den 11. Rang hinaus. Bei Mercedes freute man sich hingegen über einen Doppelsieg – Rosberg vor Hamilton. Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Dritter.

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