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Warum Männer und Frauen im Auto streiten

Einer Umfrage zufolge sind Fahrstil, Tempo und späte Abfahrten die häufigsten Streitthemen auf Urlaubsfahrten – große Unterschiede zwischen Männern und Frauen

21.06.2016 APA

Wenn zwei Menschen – zum Beispiel Paare – zusammen mit dem Auto in den Urlaub fahren, birgt dies ein gewisses Konfliktpotenzial. Denn die Vorstellungen von Männern und Frauen gehen auch beim entspannten Fahren oft auseinander, zeigt eine Umfrage im Auftrag von AutoScout24.

Schnell ankommen bei Grundsatzdiskussionen

Der Umfrage nach würde Frauen die Sicherheit besonders am Herzen liegen, weshalb sie vor allem bei Themen wie Fahrstil und Verkehrssituation energisch diskutieren (47 Prozent der Frauen / 37 Prozent der Männer und 34 / 25 Prozent). Männern sei es hingegen besonders wichtig, schnell anzukommen. Sie streiten häufiger über den anstehenden Ausflug (25 / 17 Prozent), die Anzahl der Pausen (19 / 11 Prozent) und die Menge an Konversation (13 / 8 Prozent). Außerdem werden Männer aufgrund unterschiedlicher Ansichten über andere Verkehrsteilnehmer zum Disput gereizt (28 Prozent). Frauen hingegen ärgern sich über zu späte Abfahrten (22 Prozent) und führen auf der Urlaubsfahrt gerne Grundsatzdiskussionen über Beziehung, Familie und Freunde (17 Prozent).

Das Navi als Streitgrund

Auch missverständliche Navigationsanweisungen erhitzen die Gemüter, gab ein Viertel an. Ebenso ein Viertel der Paare mit mitfahrenden Kindern bekommen sich deshalb in die Haare. Knapp jedes fünfte Paar streitet wegen der Musiklautstärke oder -auswahl oder der Temperaturregulierung im Auto. Aber immerhin 14 Prozent der Paare geben an, friedlich zu sein und nie im Auto zu diskutieren. Und: Über 40 Jahre alte Paare streiten weniger als jüngere.

„Klassische Rollenverteilung“

Die Rollenverteilung im Pkw nannte AutoScout24 „klassisch“. Bei Autofahrten sehen sich Männer deutlich mehr in der Verantwortung als Frauen. 79 Prozent der Männer geben an, dass überwiegend sie fahren, während dies nur 23 Prozent der Frauen von sich behaupten. Bei der jungen Generation (18- bis 29-Jährige) sinkt der Anteil – nur 58 Prozent der Männer sind die „Chef-Chauffeure“. Auch das Navigieren sehen 73 Prozent der männlichen Befragten als „Männersache“, während nur 38 Prozent der Frauen sich als Chefnavigator betrachten. Frauen sehen sich klassisch für den Reiseproviant verantwortlich (69 Prozent versus 14 Prozent Männer). Und auch für das Bespaßen der Kinder fühlen sie sich eher zuständig (46 Prozent versus 13 Prozent Männer). Auch hier tickt die junge Generation unter 30 Jahren anders. Da sagen etwa 40 Prozent, „er „und „sie“ seien gleichermaßen für Kinderunterhaltung und Speis ́ und Trank verantwortlich.

Zum Thema „Mit dem Auto in den Urlaub“ befragte die Innofact AG vom 18. bis 20. Mai 2016 im Auftrag von AutoScout24 513 österreichische Autofahrer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Mehrfachantworten waren möglich.

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