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Riesige Roboter regeln den Verkehr in Kinshasa

„Respektiert den Roboter“: Riesen-Robocops regeln den Verkehr in der kongolesischen Hauptstadt

09.03.2015 Online Redaktion

15 Sekunden Filmmaterial reichen aus, um festzustellen, dass der Verkehr in Kinshasa ziemlich stressig sein dürfte. Weil ein normalgroßer Verkehrspolizist bei dem chaotischen Treiben wohl kaum eine Chance hätte (Ampel oder Schilder schon gar nicht), wurden in der kongolesischen Hauptstadt bereits 2013 zwei riesige Roboter zur Regelung des Verkehrs aufgestellt. Ja richtig, riesige Roboter. Und da diese offenbar gute Erfolge erzielten, bekamen sie Anfang März drei weitere, verbesserte Kollegen.

Die neuen Verkehrsroboter in Kinshasa im Einsatz:

Die solarbetriebenen Roboter können mit den Armen fuchteln, sprechen und sind mit Lichtern und Kameras ausgestattet. Sie streamen ständig Videos von der aktuellen Verkehrssituation an die Polizei. Tamuke, Mwaluke und Kisanga – so die Namen der Neuankömmlinge – haben jeweils rund 21.000 Euro gekostet. Aber sind sie das auch wert?

Respektiert den Roboter

„Bestimmte Fahrer respektieren die Verkehrspolizei nicht. Mit dem Roboter wird das anders sein. Wir sollten den Roboter respektieren. Wir sind sehr zufrieden damit“, erzählte der Taxifahrer Poro Zidane der AFP. Auch die Präsidentin von „Women’s Technology“, der Organisation die für die neuen Roboter verantwortlich zeigt, ist von deren Effektivität überzeugt. Sie sollen entscheidend dazu beitragen, dass jeder Verkehrssünder für seine Vergehen belangt werden kann, so Therese Izay:

Immer und überall

„In unserer Stadt kann jemand ein Delikt begehen und weiterfahren, und wird damit davonkommen, weil ihn niemand gesehen hat. Aber jetzt sind wir Tag und Nacht in der Lage, ihn in Echtzeit zu sehen und er wird seine Strafe zahlen wie in anderen Ländern der Welt.“ Sie hat der Verwaltung bereits ein Angebot für 30 weitere Roboter unterbreitet, die die Autobahnen des Landes überwachen sollen.

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