Rallye-Auto überschlägt sich, fährt weiter als wäre nichts gewesen

Die Finnen Jari Huttunen und Marko Vartiainen überschlugen sich mit Ihrem Astra Gsi. Aber sie reagieren, als hätten sie es gar nicht bemerkt.

26.03.2015 Online Redaktion

In der Hitliste der „unmotivierten Rallye-Crashes“ steht diese Leistung der Finnen Jari Huttunen und Co-Pilot Marko Vartiainen ganz weit vorne. Gut, gecrasht im klassischen Sinne sind sie nicht – sie haben sich bloß mit ihrem Opel Astra Gsi ein bisschen überschlagen. Nichts Besonderes im Rallye-Sport, könnte man jetzt einwenden und Recht haben. Aber das sehr besonders tolle am Huttunen/Vatiainen-Crash bei der Runi Rock Rallye 2015 ist, dass die beiden nach dem Überschlag ganz einfach weiter fahren, als wäre gar nichts passiert. Ok, nicht ganz, als wäre nichts passiert: Huttunen schaltet beim Weiterbrettern noch kurz die Scheibenwischer ein, damit der Schnee, der sich beim Über den Boden-Rollen auf der Windschutzscheibe gesammelt hat, beim nächsten (nur beinahe)-Crash eine knappe Minute später nicht seine Sicht behindert.

Finnische Coolness

Ganz in der finnischen Manier, die der hauptberufliche Ice-Man und nebenberufliche Formel 1-Pilot Kimi Räikkönen uns kennen und lieben gelernt hat, lassen sich Jari Huttunen und Marko Vartiainen von einem kleinen Überschlag (oder waren es mehrere?) nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen. (Den Überschlag seht ihr im Video etwa bei Minute 3.00). Im Gegenteil – sie machen nach dem irrelevanten kleinen Zwischenfall noch mehr Druck als davor – weswegen sie bereits kurze Zeit später fast von der „Straße“ abkommen. Dass ihnen das nichts ausmacht, bedarf eigentlich keiner gesonderten Erwähnung.

Haben wir schon einmal gesagt, dass wir Rallye lieben?

 

Mehr zum Thema
pixel