R.I.P. Hitchbot

Nach 2 Wochen in den USA fand „Hitchbots“ Reise ein gewaltsames Ende. Nun tauchte ein Überwachungsvideo auf, das die Zerstörung des autostoppenden Roboters zeigt.

04.08.2015 Online Redaktion

Ein Monat in Kanada, ein Monat in Deutschland und mehrere Wochen in den Niederlanden waren kein Problem für Hitchbot, den autostoppenden Roboter. In Kanada legte Hitchbot, der hauptsächlich aus einem Android-Tablet, einem LED Display, einem Putzkübel sowie Gummihandschuhen, -stiefeln und -nudeln bestand, 6000 Kilometer in fremden Autos zurück. Auch in Deutschland und den Niederlanden kam es zu keinen gefährlichen Zwischenfällen für den Roboter, der komplett auf die Hilfe von Menschen angewiesen war und sich selbst nicht fortbewegen konnte.

Roboter-Mensch-Relation

Wie es sich für einen guten Mitfahrer gehört, war Hitchbot aber in der Lage, einfachen Smalltalk zu führen. Außerdem postete er regelmäßig Updates von seiner Reise auf Twittr sowie seinem eigenen Blog. Mit dem Projekt sollte vor Allem die Interaktion zwischen Menschen und Robotern erforscht werden. Insbesondere wollten die Erfinder von Hitchbot herausfinden, ob ein hilfloser Roboter den Menschen „vertrauen“ kann.

Hitchbot nach nur 2 Wochen in den USA zerstört

Sah es bis von Kurzem noch so aus, als könne letztere Frage eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden, muss dieses vorläufige Ergebnis nach dem jähen Ende von Hitchbots am 17. Juli angetretener USA-Reise revidiert werden. Nach nur 2 Wochen in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde Hitchbot von einem Unbekannten in Philadelphia zerstört. Die Arme und Beine des Roboters wurden abgerissen, der Kopf ist unauffindbar. Eine Twitter-Userin postete am vergangenen Samstag ein Foto von Hitchbots Überresten:

Überwachungsvideo zeigt Hitchbots „Mörder“

Gestern tauchte auch ein Überwachungsvideo auf, das angeblich die Zerstörung von Hitchbot zeigt. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann in einem übergroßen Philadelphia Eagles-Jersey Hitchbots Arme auf den Boden wirft und auf etwas eintritt, das hinter einer Mülltonne verborgen liegt.

Wer auch immer er sein mag: Die Wut der Roboter-affinen Internet-Gemeinde ist dem Mann aus dem Video jedenfalls sicher. Und wer bei einer Roboter-Revolution als erstes dran glauben wird, sollte ebenfalls klar sein. R.I.P. Hitchbot.

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