US-Behörden zerstören „illegalen“ Nissan Skyline

Ein in die USA importiertes Auto muss strengen Anforderungen entsprechen; tut es das nicht, muss es – wie dieser voll funktionsfähige 1995er Nissan Skyline – sterben.

22.01.2016 Online Redaktion

Ja, ihr habt richtig gelesen: Dieser Nissan Skyline R33 wurde von den US-Behörden zerstört, obwohl er bestens in Schuss und voll funktionsfähig ist (beziehungsweise war). „Warum diese Wahnsinnstat“, fragt ihr euch (zu Recht)? Schuld sind die strengen Import-Gesetze, die in den USA für Autos gelten.

„Schwierig, wenn nicht unmöglich“

Damit ein Auto in die USA importiert werden darf, muss es den dort geltenden Emissons- und Sicherheitsstandards entsprechen. Außerdem dürfen nur Autos in die Vereinigten Staaten importiert werden, die mindestens 25 Jahre alt sind – ein „Jungspund“ wie der 1995er Nissan Skyline hätte das sowieso keine Chance. Aber auch für die älteren Semester ist es alles andere als leicht, eine „Einreisebewilligung“ zu bekommen: „[Die Umweltschutz- und die Verkehrsbehörde haben sehr detaillierte Anforderungen, die es schwierig machen können, ein Auto oder Autoteile zu importieren, wenn nicht unmöglich für manche Autos, die ursprünglich nicht für den US-Markt hergestellt wurden“ so die Erklärung auf der offiziellen Regierungs-Website. „Nicht [mit den Anforderungen] übereinstimmende, weniger als 25 Jahre alte Fahrzeuge, die in die USA gebracht werden, müssen in Übereinstimmung gebracht, exportiert oder zerstört werden.“

1995er Nissan Skyline R33 zerstört

Für den 1995er Nissan Skyline R33 aus dem oben stehenden Video wurde die letztere, drastischste Option Wirklichkeit. Nachdem sein Besitzer, Billy Crider, (fälschlicherweise, wie sich herausstellte) behauptet hatte, er habe nicht gewusst, dass sein Auto gegen die US-Gesetze verstoße, wurde der Skyline von den Behörden zerstört. Rechtliche Konsequenzen hatte Crider trotz des Besitzes eines illegalen Autos keine zu befürchten, wie in der Videobeschreibung auf YouTube erläutert wird:

Erst keine Probleme trotz 11- statt 17-stelliger Fahrzeug-Identifizierungsnummer

„Ich habe das Auto in Fort Lauderdale bei einem Händler gekauft. Ich bin nach Florida geflogen und habe es den ganzen Weg bis nach Ohio gefahren, es mit seiner originalen 11-stelligen Fahrzeug-Identifizierungsnummer angemeldet, die staatliche Sicherheitsüberprüfung bestanden, eine Vollversicherung darauf abgeschlossen und es täglich gefahren, bis es im Mai einen kleinen Blechschaden abbekam. Der Versicherungssachverständige hat gesehen dass das Auto nicht legal war, es gemeldet, einen Undercover-Typen geschickt um es sich anzusehen, und ein paar Tage später sind sie an meiner Tür aufgetaucht und haben [das Auto] beschlagnahmt. Es wurde keine Anzeige gegen mich erstattet da es keinen Betrug gab und die Fahrzeug-Identifizierungsnummer nicht ausgetauscht wurde, die Behörden konnten selbst nicht herausfinden wie ich es geschafft habe mein Auto so anzumelden, aber das ist die wahre Geschichte.“

Als ob zuzusehen, wie ein solches Auto absichtlich geschrottet wird, nicht schon Strafe genug wäre.

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