Niedrige Unterführung pulverisiert Lkw

Eine Straßenunterführung in Westwood hat bereits 52 Lkw auf dem Gewissen – anstatt ein Warnschild anzubringen, installierte die Polizei eine Kamera, um „die dramatischsten Zwischenfälle online zu stellen“

02.09.2015 Online Redaktion

Westwood im US-Bundesstaat Massachusetts  ist der YouTube-affinen Internetbevölkerung vor allem durch eine Attraktion bekannt: Eine extrem niedrige Straßenunterführung. Alleine heuer hat sie bereits 5 Lkw auf dem Gewissen. Am 20. August forderte die Unterführung des Schreckens ihr (bis dato) letztes Opfer.

Unterführung pulverisiert Lkw

YouTube-User Lt Hoban hat ein Video hochgeladen, dass 1 Minute und 13 Sekunden lang Autos zeigt, die unter besagter Unterführung durchfahren. Kurz, bevor man von den monotonen Verkehrsaufnahmen eingeschläfert wird, beginnen die inneren Alarmglocken lautstark zu klingeln: Ein Catering-Lkw nähert sich der Brücke. Er ist um ein „Eitzerl“ zu hoch. Das sehen wir, die Zuseher, von außen auf einen Blick. Der Lkw-Fahrer sieht es nicht. Der Aufbau seines Lkw wird regelrecht pulverisiert, tausende Teile fliegen wie verrückt durch die Gegend, die nachkommenden Autos können gerade noch abbremsen. Obwohl das Ganze mehr als wild aussieht, wird bei dem Zwischenfall niemand verletzt, wie der Boston Globe berichtet.

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© Bild: YouTube

WIE WÄR’S MIT EINEM SCHILD?

Die Polizei aus Westwood gibt an, in den vergangenen Jahren sei es bereits zu mindestens 52 (!) solchen Unfällen gekommen. Nicht unschuldig daran ist die mangelnde Beschilderung, die auf die Höhe der Unterführung hinweist. In dem Video fällt sofort auf, dass an der Brücke selbst nicht ein einziger Warnhinweis angebracht ist. Lediglich ein kleines Schildchen einige Meter vor der Unterführung weist darauf hin, dass Fahrzeuge mit einer Höhe von über 10 Feet 6 Inch (3,2 Meter) lieber links abbiegen sollten.

Polizei installierte Kamera, um „die dramatischsten Zwischenfälle online zu stellen“

Zum Glück hatte die Polizei – anstatt einfach EIN SCHILD ANZUBRINGEN –  im Jahr 2013 die glorreiche Idee, mit Hilfe einer vor der Unterführung installierten Kamera „die Zwischenfälle aufzuzeichnen und die dramatischsten online zu stellen“. Auch die lokale Verkehrsbehörde „arbeitet an neuen Designs“ für die Brücke, wie der Boston Globe berichtet.

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