Massenkarambolage bei der Tour de France

Ca. 20 Radfahrer waren auf der dritten Etappe der Tour de France in einen Massen-Unfall verwickelt, der das Rennen für 4 Teilnehmer beendete.

07.07.2015 Online Redaktion

Wenn sich eine große Menge aufgeregter Menschen über eine Straße drängt, endet das oft böse – egal, ob sich die Menschen in Autos, auf ihren Füßen oder auf Fahrrädern befinden. Auf der dritten Etappe der Tour de France kam es am Montag zu einem schweren Unfall, in den etwa 20 Teilnehmer verwickelt waren. Das Rennen musste für 15 Minuten gestoppt werden, nachdem Willem Bonnet auf einer flachen, geraden Straße das Rad des vor ihm fahrenden Warren Barguil touchiert hatte und in weiterer Folge etwa 20 Fahrer, die nicht mehr rechtzeitig anhalten konnten, zum Sturz kamen. Unter den Verunfallten befand sich auch der Schweizer Fabian Cancellara, der zum Zeitpunkt des Unfalls das gelbe Trikot trug. Er konnte das Rennen nach dem Sturz zwar weiterführen, musste die Gesamtführung aber abgeben. Willem Bonnet, Tom Dumoulin und Simon Gerrans wurden bei der Massenkarambolage verletzt und mussten das Rennen beenden.

Auch Mercedes-Motorsportchef Wolff war bereits in einen Massen-Fahrrad-Unfall verwickelt

Und die Moral von der Geschicht: Nicht nur beim Autofahren ist es wichtig, immer genügend Abstand zu halten. Gut, bei einem Rennen ist diese Regel schwer zu befolgen – beim sommerlichen Radausflug in der Gruppe sollte man sich aber daran erinnern, sie unbedingt zu beherzigen. Davon kann beispielsweise auch Mercedes‘ Motorsportchef Toto Wolff ein Lied singen: Vor ziemlich genau einem Jahr verunfallte das Silberpfeil-Team bei einem gemeinsamen Fahrrad-Ausflug entlang der Donau, nachdem ein Sturz eine Kettenreaktion ausgelöst hatte. Wolff brach sich damals Schulter, Schlüsselbein, Ellenbogen und Handgelenk, bewies aber bereits kurz nach dem Unfall wieder Humor: „Wir haben beschlossen, es jetzt den Profis zu überlassen. Lewis und Nico sind besser Rad an Rad mit 300 km/h als wir mit 30 km/h“, verkündete der Wiener damals via Twitter.

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