Interview aus dem Baum: Flutopfer überrascht Fernsehmoderatoren

Die Tatsache, dass er während einer Flut in einem Baum festsitzt, hält diesen Mann nicht davon ab, ein Interview zu geben.

01.11.2015 Online Redaktion

Hurrikan „Patricia“ hat in den vergangenen Tagen den US-Bundesstaat Texas heimgesucht. Heftige Regenfälle führten zu schweren Überschwemmungen. So auch in der texanischen Hauptstadt Austin, wo die Strömung das Auto von Kerry Packer hunderte Meter weit mitriss. Packer konnte sich aus dem Auto retten und einen Baum hinaufklettern, von wo aus er den Notruf wählte. Während er auf Rettung wartete, kontaktierte der Texaner den lokalen Fernsehsender KVUE.

Smartphone-Video und Telefon-Interview

Packer schickte ein Smartphone-Video an KVUE, in dem zu sehen ist, wie sein Auto davongeschwemmt wird. Da er Zeit hatte, erklärte er sich auch bereit, dem Sender ein Telefoninterview zu geben. Die beiden Moderatoren waren der Meinung, Packer sei zum Zeitpunkt des Interviews schon längst wieder in Sicherheit – was sich während des Gesprächs als falsch herausstellte.

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© Bild: YouTube

„Ich bin gerade auf einem Baum“

Zu Beginn des Interviews erklärt Packer, wie er zuerst geglaubt hatte, es würde sich nur um ein bisschen Wasser handeln; wie sein Auto von der Flut mitgerissen, mit Wasser vollgelaufen und fast umgekippt worden war; wie er eine halbe Meile weit in den Wald geschwemmt worden war; wie er sich auf einen Baum retten konnte und – dass er sich gerade in diesem Moment in sechs Metern Höhe auf eben diesem Baum befände.

Entsetzte Moderatoren

„Sie sind immer noch auf dem Baum?“ fragt der Moderator entgeistert. „Ja, ich bin etwa 6 Meter hoch auf einem Baum“, entgegnet Mr. Packer. „Was?!“ fragt die Moderatorin. „Sind Sie in Ordnung? Wie geht es Ihnen? Sie sind jetzt ja immerhin schon eine ganze Weile dort…“

Pfadfinder-Skills

„Mir geht’s gut“, antwortet Mr. Packer. „Zum Glück ist das hier der schönste Baum. Es ist etwas kalt, aber ich war 20 Jahre lang bei den Pfadfindern, daher weiß ich, wie ich meine Energie spare und mich warm halte. Also geht’s mir gut“. Auf die Frage, ob Hilfe in Sicht sei, antwortet er: „Nein, so weit ich sehe, ist überall nur Wasser. Es sieht aus, als wäre ich in der Mitte eines Sees.“ Etwa vier Stunden später wurde Packer dann gerettet.

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