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High Schools inszenieren tödliche Unfälle vorm Abschlussball

Die „gefakten“ Unfälle sollen Schüler davon abhalten, betrunken mit dem Auto nach Hause zu fahren.

18.04.2015 Online Redaktion

Auch in den USA gibt es so etwas wie einen Maturaball: Das Ende der High School wird beim „Prom“ gefeiert. Obwohl das Gesetz in Amerika Alkoholkonsum erst ab einem Alter von 21 Jahren erlaubt, sind beim Prom die meisten Absolventinnen und Absolventen betrunken (siehe auch: Maturaball). Leider fahren viele von ihnen nach der Party mit dem Auto nach Hause – was natürlich nicht immer gut geht. Laut CBS sterben (!) jährlich 600 High School-Schüler bei alkoholbedingten Unfällen in der Nacht des Abschlussballs.

Inszenierter Unfall zur Abschreckung

Da es bei diesem Thema erfahrungsgemäß nicht ausreicht, an den Verstand der Menschen zu appellieren, greifen viele High Schools in den USA zu ungewöhnlichen Mitteln. Die „Operation Prom“ ist eine jährlich am Tag vor dem „Prom“ stattfindende Aktion, bei der alkoholbedingte Unfälle inszeniert werden – inklusive zerstörten Autos, Verletzten und sogar Toten. Die Schüler müssen beobachten, wie „blutverschmierte“ Körper aus den Wrackteilen geschnitten, die „Verletzten“ abtransportiert und „Unfallfahrer“ von der Polizei befragt werden.

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© Bild: http://imgur.com/user/isitrelevant

„Tödliche Unfälle passieren nicht nur anderen“

Das hautnahe Miterleben eines „Unfalls“ soll die Schüler für die Gefahren, die das Fahren unter Alkoholeinfluss mit sich bringt, sensibilisieren. Die „Operation Prom“ findet am Tag des Abschlussballs statt, da die ganze Aufregung an dem großen Abend würde viele Jugendliche dazu verleiten würde, große Risiken einzugehen, erklärte die Kinderärztin Cora Breuner die Aktion in einem Interview. „Diese simulierten Unfälle können sehr blutig sein, aber es kann nicht schaden, den Kindern bewusst zu machen, dass tödliche Unfälle nicht nur anderen passieren“, so Breuner.

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© Bild: http://imgur.com/user/isitrelevant

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