So mysteriös war die Eröffnung des Gotthard-Tunnels

Eine ungewöhnliche Performance sorgte bei den Eröffnungsfeierlichkeit des Gotthard-Basistunnels für Staunen.

02.06.2016 Online Redaktion

Mit dem Gotthard-Basistunnel wurde nach 17 Jahren Bauzeit der längste Eisenbahntunnel der Welt fertig gestellt. Der fahrplanmäßige Betrieb wird zwar erst im Dezember aufgenommen, die feierliche Eröffnungszeremonie fand aber bereits am 1. Juni statt. Das Highlight der Feierlichkeiten war eine „imposante Show“, die die Zuseher nicht nur beeindruckt, sondern auch ein wenig verwirrt zurückließ.

Performance mit 600 Darstellern …

Mit 600 Darstellern inszenierte der deutsche Regisseur Volker Hesse das mysteriöse Spektakel, das ihr auszugsweise oben ansehen könnt. Die Eröffnungsfeierlichkeiten sollen über 7 Millionen Euro gekostet haben. Falls euch heute bei der Arbeit ganz besonders langweilig ist, könnt ihr auch auf den kompletten sechsstündigen Videomitschnitt zurückgreifen. Die Performance beginnt bei 1:59:00.

… und vielen Fragezeichen

Die Performance weckt leise Erinnerungen an die Präsentation des Jaguar XE, nahm im Gegensatz zu dem schier endlosen Theaterstück aber vergleichsweise wenig Zeit in Anspruch. Konsternierte Blicke ernteten die ringturnenden Tunnelbauer, die menschlichen Steinböcke und Strohballen, die geflügelte Maskenträgerin und der Papst (?!) trotzdem, und das nicht zu knapp.

gotthard tunell reaktionen
© Bild: YouTube

Inbetriebnahme am 11. Dezember

57 Kilometer ist der Tunnel durch das Schweizer Gotthardmassiv lang. Sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr wird dank dem Gotthardtunnel deutlich effizienter: Mehr, längere und schwerere Züge können sich schneller auf der wichtigen Nord-Süd-Achse bewegen als bisher. Am Bau des gigantischen Eisenbahntunnels waren auch 600 Österreicher beteiligt.

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