Ein 19-jähriger hat seinen Ferrari abgefackelt, um ein neueres Modell zu bekommen

Weil sein neu gekaufter Ferrari 458 Italia ihn bereits langweilte, plante ein 19-jähriger Millionärssohn einen Versicherungsbetrug – der gewaltig daneben ging.

15.08.2015 Online Redaktion

Im März 2014 kaufte sich der damals 19-jährige Sohn eines Schweizer Immobilien-Unternehmers einen gebrauchten Ferrari 458 Italia für 240.000 Franken (ca. 220.000 Euro). Nach dem Kauf kam der Schock: Der junge Mann musste feststellen, dass Ferrari bald ein neueres, besseres Modell herausbringen würde, das er doch viel, viel lieber hätte. Haben musste. Sich weiter mit dem alten Modell herumzuschlagen, war keine Option. Und immerhin besaß er ansonsten bloß noch 14 weitere Autos –  darunter ein Lamborghini – und ein eigenes Autohaus. Er hatte also tatsächlich fast keine Wahl.

Nummer 458 muss sterben

Hätte er den Ferrari weiter verkauft, hätte der junge Schweizer dafür bloß 190.000 Franken (ca. 174.000 Euro) bekommen, wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtet. Den Verlust von rund 45.000 Euro wollte er nicht hinnehmen. Verständlich – immerhin bekam er lediglich zwischen 5.000 und 9.000 Euro im Monat für die Arbeit in der Immobilienfirma des Vaters. Im Oktober 2014 fasste der Mann daher einen Entschluss: Der 458 musste sterben. Ein befreundeter Autohändler hatte ihm erzählt, dass ihm bei Versicherungsbetrug keine finanziellen Einbußen entstehen würden.

Brandstiftung während dem Bordellbesuch

Also heuerte der 19-jährige 2 Mitarbeiter des Autohändlers an. Für rund 14.000 Euro sollten die beiden den Ferrari anzünden, während er selbst ein wasserdichtes Alibi hatte. Die ganze Partie fuhr also von der Schweiz nach Augsburg in Deutschland, wo sie den Wagen in einem Industriegebiet neben einem Bordell parkten. Der unzufriedene Ferrari-Besitzer machte mit ein paar weiteren Kollegen einen Abstecher ins Freudenhaus, während seine 2 Komplizen die wertvollen Spezialfelgen und diverse Carbonteile vom Italia abmontierten, die Ledersitze mit einem Benzin-Nitromethan-Gemisch übergossen und das ungeliebte Supercar in Brand steckten. Alles hätte super geklappt, wenn da nicht diese verdammten Überwachungskameras gewesen wären.

ferrari
© Bild: Polizei Augsburg

1 Jahr und 10 Monate auf Bewährung

Mit der Polizei konfrontiert, gestand das Quartett sofort. Gegen eine Kaution von 200.000 Euro wurde der Schweizer bereits nach kurzer Zeit wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Bei der Gerichtsverhandlung, die in den vergangenen Tagen stattgefunden hatte, wurde der heute 20-jährige zu einem Jahr und 10 Monaten auf Bewährung und einer Spende von 30.000 Euro verurteilt, seine Komplizen bekamen jeweils zwischen 14 und 16 Monaten bedingt. Der Staatsanwalt hatte höhere Strafen gefordert – der Anwalt des jungen Mannes berief sich auf den hohen finanziellen Verlust, den sein Mandant durch seine Aktion erlitten hatte, sowie seine offensichtlichen „Reifeverzögerungen“.

„Meine Liquidität war nicht so gut“

Als die Richterin den jungen Mann fragte, warum er bei einem eigenen Fuhrpark, 5.000-9.000 Gehalt pro Monat und einem Besitz von Häusern im Wert von 27 Millionen Euro zu so drastischen Maßnahmen hatte greifen musste, antwortete er: „Meine Liquidität war nicht so gut.“ Er habe sich auch nicht getraut, seinem Vater klar zu machen, dass der alte Ferrari ihn bereits gelangweilt hatte.

Mehr zum Thema
  • TorstenWagner

    „Die wertvollen Felgen abmontierten“… Komisch. Auf den Bildern sind sie noch da…

  • Frank Fúck

    „wurde der heute 10-jährige“ Ja nee ist klar…. lest ihr überhaupt durch was ihr da niederschreibt? Ist ja peinlich!

    • Robin

      Einfacher Tippfehler du Idiot , die 1 ist nunmal direkt neben der 2.
      Mein Gott , du machst bestimmt nie Fehler.
      Vorher schrieben sie von einem 19 Jährigen. Mit ein bisschen verstand kann man davon ausgeben dass da folgendes hingehört :“Der heute 20-Jährige..“.
      Dann kann man sich so einen sinnlosen Kommentar auch sparen.

    • Frank Fúck

      Die Jugend von heute, sofort am beleidigen. Aber warten Sie mal, kann man nicht einen weiteren Flüchtling gegen Sie eintauschen? Das wäre jedenfalls eine Bereicherung für Deutschland. Zum eigentlichen Thema: Eine gewisse Professionalität muss von so einer Internetseite geboten werden. Dazu gehört auch die simple Aufgabe seinen niedergeschriebenen Text noch einmal durchzulesen, bevor man diesen veröffentlicht.

    • Kili Green

      …ein Magazin mit vielen vielen vielen guten Artikeln.
      Und wegen einem einzigen kleinen Tippfehler gleich Leute anprangern?
      Und Kritik muss man auch aushalten wenn man schon ein solches Kommentar im WWW postet.
      Nich sehr reif. Eben typisch deutsch.
      (nicht böse gemeint)

      und hir zum aufreggen noch eine paar Rechtsschreibfehelr.

    • Frank Fúck

      „hier zum Aufregen noch ein paar Rechtschreibfehler“ :-)

pixel